An der Croisette glitzern die Kameras, Designerroben rauschen über rote Teppiche, Champagner fließt in Strömen — und doch liegt über dem Filmfestival von Cannes in diesem Jahr eine eigentümliche Schwere. Statt über Goldene Palmen, große Regiedebüts oder die nächste Sensation aus Hollywood spricht die Branche plötzlich über Boykott, politische Einflussnahme und die Grenzen der Meinungsfreiheit. Ausgerechnet dort, wo Frankreich sein Kino traditionell wie eine nationale Kunstreligion feiert, ist ein offener…
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