US-Präsident Donald Trump sagte am Rande eines NATO-Gipfels, die zuvor vereinbarte Waffenruhe mit dem Iran sei „beendet“ und Verhandlungen seien „Zeitverschwendung“, nachdem die USA neue Angriffe gegen Iran durchgeführt hatten.
Nach Angaben des US-Zentralkommandos (CENTCOM) griffen amerikanische Streitkräfte am 7. Juli mehr als 80 Ziele im Iran an, darunter Luftabwehrsysteme, Führungs- und Kontrollnetzwerke, Küstenradare, anti-schiff-Raketenanlagen und Dutzende kleine Boote der Islamischen Revolutionsgarde. Die Militäraktion erfolgte als unmittelbare Reaktion auf nach US-Angaben drei Angriffe auf Handelsschiffe im Persischen Golf bzw. der Straße von Hormus.
Teheran erklärte daraufhin, als Reaktion auf die US-Schläge Stützpunkte mit US-Präsenz im Bahrain und Kuwait angegriffen zu haben. Iran bezeichnete die US-Angriffe als Verletzung der zuvor getroffenen Vereinbarungen zur Suspendierung der Feindseligkeiten, während Washington die Maßnahmen als Vergeltung für Gefährdung der internationalen Schifffahrt darstellte.
Die Eskalation folgte Berichten, dass kürzlich bereits Handelsschiffe in der Straße von Hormus getroffen worden waren und dass die USA zugleich Ausnahmeregelungen für iranische Ölexporte widerriefen. Beobachter warnen, dass die gegenseitigen Angriffe die fragile Übereinkunft zwischen den Konfliktparteien ernsthaft gefährden könnten.
