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Patrice Tiko · 09.06.2026

Treffen in London: Europäische Führer unterstützen direkten Dialog zwischen Ukraine und Russland

London – 07.06.2026: Am 7. Juni 2026 trafen sich der britische Premierminister Keir Starmer, der französische Präsident Emmanuel Macron und der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in London. In einer gemeinsamen Erklärung bekräftigten die europäischen Regierungschefs ihre feste Unterstützung für die Ukraine im Verteidigungskampf gegen die russische Invasion und erörterten weitere Schritte für einen gerechten und dauerhaften Frieden.

Die europäischen Führer würdigten die jüngsten Erfolge der Ukraine auf dem Kriegsschauplatz, darunter die Rückeroberung von Gebieten sowie den innovativen Einsatz von Drohnentechnologie. Gleichzeitig verurteilten sie die anhaltenden Raketen- und Drohnenangriffe Russlands auf ukrainische Städte, die zahlreiche zivile Opfer forderten. Auch die Drohnenangriffe auf NATO-Gebiet verurteilten sie scharf und sprachen den Opfern ihr Mitgefühl aus.

Das Treffen konzentrierte sich zudem auf die Koordinierung der Unterstützung für die Ukraine bei bevorstehenden internationalen Veranstaltungen wie dem G7-Gipfel in Évian, dem nächsten Treffen der "Koalition der Willigen" sowie dem NATO-Gipfel in Ankara. Ziel ist es, den Druck auf die russische Kriegswirtschaft zu erhöhen und das militärische Engagement für die Ukraine weiter auszubauen. Ein Schwerpunkt lag auf der dringenden Steigerung der Produktion von Abfangraketen sowie der Entwicklung gemeinsamer Fähigkeiten zur Abwehr ballistischer Raketen und zur Durchführung von Tiefschlagoperationen. Darüber hinaus wurde die künftige Einsatzfähigkeit der ukrainischen Streitkräfte erörtert.

Die Führungsspitzen betonten die enge Verbindung zwischen der Sicherheit und Souveränität der Ukraine und der Stabilität der gesamten euro-atlantischen Region. Für mögliche Friedensverhandlungen hielten sie einen sofortigen und vollständigen Waffenstillstand für unabdingbar. Die derzeitige Kontaktlinie solle als Grundlage für Verhandlungen dienen, wobei internationale Grenzen nicht durch Gewalt verändert werden dürften. Das souveräne Recht der Ukraine, eigene Sicherheitsarrangements zu wählen, müsse respektiert werden. Zudem müssten rechtlich bindende Sicherheitsgarantien für die Ukraine bereitgestellt werden, wie sie in Berlin Ende 2025 und in Paris Anfang 2026 vereinbart wurden, inklusive multinationaler Streitkräfte.

Besondere Bedeutung komme der Einfrierung russischer Vermögenswerte zu, die bis zum Ende der Aggression und zur Entschädigung der Ukraine für Kriegsschäden gesichert bleiben sollten. Die Sicherheitsinteressen Europas müssten in allen Vereinbarungen gewahrt bleiben. Zudem müssten Verhandlungsaspekte, die die EU und NATO betreffen, von den jeweiligen Mitgliedern zustimmend begleitet werden.

Die Führer unterstützten ausdrücklich den Aufruf von Präsident Selenskyj zum Ende des Krieges auf diplomatischem Weg, wie in seinem Brief vom 4. Juni 2026 an den russischen Präsidenten dargelegt. Sie befürworteten den Vorschlag eines direkten Dialogs zwischen Ukraine und Russland, an dem auch die USA und Europa aktiv beteiligt sein sollen. Ziel ist es, einen Waffenstillstand zu erreichen und weitere Verhandlungen zu erleichtern. Die europäischen Regierungschefs bekräftigten abschließend ihre fortwährende Solidarität mit der Ukraine.

Dieses Treffen verdeutlicht das ungebrochene Engagement der europäischen Führer für die Ukraine und ihre Entschlossenheit, zu einer friedlichen Beilegung des Konflikts mit Russland beizutragen.