Manche Katastrophen verschwinden nie wirklich aus dem kollektiven Gedächtnis eines Landes. Der Absturz des Air-France-Flugs 447 zwischen Rio de Janeiro und Paris gehört in Frankreich genau zu diesen Wunden, die auch nach fast zwei Jahrzehnten noch offen liegen. Nun hat das Berufungsgericht in Paris ein Urteil gefällt, das weit über die Luftfahrt hinausreicht: Airbus und Air France wurden wegen fahrlässiger Tötung verurteilt. Für viele Angehörige der 228 Todesopfer markiert die Entscheidung einen späten Moment der Anerkennung — und zugleich das Ende eines beinahe endlosen juristischen Marathons. Der Absturz in der ...
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