Dolomieu – 17.07.2026: Ein 38 Jahre alter Mann ist in der Nacht zum Freitag in Dolomieu im Norden des Départements Isère bei einem Werkstattbrand ums Leben gekommen. Nach übereinstimmenden Berichten wurde das Gebäude gegen 23 Uhr während eines schweren Gewitters von einem Blitz getroffen. Die Werkstatt geriet anschließend in Brand. Einsatzkräfte fanden den Inhaber des Betriebs tot in dem zerstörten Gebäude.
Bei dem betroffenen Betrieb handelte es sich nach lokalen Berichten um eine Werkstatt für Metallbau und Schweißarbeiten an der Route de Bordenoud. Das Gebäude war in einer ehemaligen Kapelle eingerichtet worden. Nach Angaben aus dem Umfeld der Ermittlungen soll der Mann versucht haben, den Brand mit einem Feuerlöscher zu bekämpfen. Er konnte das Gebäude jedoch nicht mehr verlassen.
Die Feuerwehr rückte mit einem großen Aufgebot an. Nach Angaben lokaler Medien waren 57 Feuerwehrleute und 30 Fahrzeuge im Einsatz. Die Löscharbeiten wurden durch starke Windböen erschwert. Zudem bestand wegen in der Werkstatt gelagerter Gas- und Acetylenflaschen eine besondere Gefahr. Mehrere Explosionen wurden gemeldet; das Feuer wurde in der Nacht unter Kontrolle gebracht.
Die Staatsanwaltschaft Bourgoin-Jallieu hat eine Untersuchung eingeleitet. Sie soll die genauen Umstände des Todes und die Ursache des Brandes klären. Nach dem bisher bekannten Stand gehen die Behörden davon aus, dass ein Blitzeinschlag den Brand ausgelöst hat. Hinweise auf eine andere Brandursache wurden zunächst nicht bekannt.
Dolomieu liegt nahe La Tour-du-Pin im Nordosten des Départements Isère. Die Gemeinde gehörte zu den Orten, die am Donnerstagabend von kräftigen Gewittern betroffen waren. Die Präfektur registrierte in Nord-Isère zahlreiche Einsätze wegen Schäden durch Sturm und Blitze. Der Feuerwehrdienst des Départements meldete für den Zeitraum von 18 Uhr bis 5 Uhr insgesamt 21 wetterbedingte Einsätze.
Die Gewitter trafen am Donnerstag weite Teile Frankreichs. Neben dem Todesfall in Dolomieu starb in Saint-Victurnien im Département Haute-Vienne eine 31-jährige Frau, nachdem ein Baum bei einer Sturmböe auf sie gefallen war. Nach Daten des Wetterdienstleisters Meteorage wurden am 16. Juli landesweit 20.379 Blitze zwischen Wolken und Boden registriert, so viele wie an keinem anderen Tag des Jahres 2026.
Am Freitagmorgen wurden die erhöhten amtlichen Unwetterwarnungen für Gewitter aufgehoben. Die Schäden des Gewitterdurchzugs blieben jedoch vielerorts sichtbar: Umgestürzte Bäume, beschädigte Dächer, Hagelschäden und Stromausfälle beeinträchtigten mehrere Regionen. Für Dolomieu steht nun die strafrechtliche Untersuchung im Mittelpunkt, während Feuerwehr und Behörden die Folgen des tödlichen Brandes weiter dokumentieren.
Quellen
- Franceinfo
- AFP
- Le Dauphine Libere
- Praefektur Isere
- Radio ISA