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NEWSDESK · 17.06.2026

AIE senkt Prognose für weltweite Ölnachfrage 2026 aufgrund von Konflikten im Nahen Osten

Paris – 17.06.2026: Die Internationale Energieagentur (AIE) hat ihre Prognose für die weltweite Ölnachfrage im Jahr 2026 um 1,1 Millionen Barrel pro Tag gesenkt. Dies entspricht einer fast dreifachen Erhöhung der erwarteten Reduktion im Vergleich zu den Schätzungen vom Mai. Ursache für diese Anpassung sind die anhaltenden Konflikte im Nahen Osten, insbesondere die militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA, Israel und dem Iran.

Die AIE prognostiziert nun eine durchschnittliche tägliche Ölnachfrage von 104,26 Millionen Barrel im Jahr 2026, gegenüber 104,34 Millionen Barrel im Jahr 2025. Dies bedeutet einen Rückgang von 80.000 Barrel pro Tag im Vergleich zum Vorjahr. Ursache für diese Anpassung sind die anhaltenden Konflikte im Nahen Osten, insbesondere die militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA, Israel und dem Iran.

Die AIE bezeichnete die aktuelle Situation als den "schwersten Ölangebotsschock in der Geschichte" und verwies auf den Verlust von 10 Millionen Barrel pro Tag im März. Dieser dramatische Rückgang ist auf die militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten zurückzuführen, die zu erheblichen Störungen in der globalen Ölversorgung geführt haben.

Im Mai hatte die AIE noch eine geringere Reduktion der Ölnachfrage prognostiziert. Die aktuelle Anpassung reflektiert die sich verschärfenden geopolitischen Spannungen und deren Auswirkungen auf die globalen Energiemärkte. Die AIE betonte, dass die Unsicherheiten im Nahen Osten weiterhin die Ölpreise und die Versorgungssicherheit beeinflussen werden.

Diese Entwicklung hat auch Auswirkungen auf die globalen Ölpreise, die in den letzten Monaten aufgrund der geopolitischen Spannungen gestiegen sind. Analysten warnen vor weiteren Preissteigerungen, sollten die Konflikte im Nahen Osten anhalten oder sich verschärfen. Die AIE rät den Mitgliedsländern, ihre Energiestrategien entsprechend anzupassen, um den Herausforderungen der aktuellen Situation zu begegnen.

Die AIE wird die Situation weiterhin genau beobachten und ihre Prognosen entsprechend aktualisieren, um den Mitgliedsländern aktuelle und präzise Informationen zur Verfügung zu stellen. Angesichts der dynamischen geopolitischen Lage ist eine kontinuierliche Anpassung der Prognosen erforderlich, um den sich schnell ändernden Marktbedingungen gerecht zu werden.

Die AIE betonte die Notwendigkeit einer verstärkten Zusammenarbeit auf internationaler Ebene, um die Auswirkungen der aktuellen Konflikte auf die Energiemärkte zu minimieren und die globale Energieversorgungssicherheit zu gewährleisten. Zudem wird empfohlen, verstärkt in erneuerbare Energien zu investieren, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren und die Resilienz der Energiesysteme zu erhöhen.

Abschließend unterstrich die AIE die Bedeutung einer proaktiven und koordinierten Reaktion der internationalen Gemeinschaft, um die Herausforderungen der aktuellen geopolitischen Spannungen zu bewältigen und eine stabile und nachhaltige Energieversorgung für die Zukunft sicherzustellen.

Quellen

  • Agence internationale de l'énergie
  • OPEC
  • Boursorama
  • Connaissance des Énergies