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NEWSDESK · 11.06.2026

Airbus und Thales erhalten 345-Millionen-Euro-Vertrag zur Verbesserung des Copernicus-Programms

Berlin – 10.06.2026: Airbus und Thales haben einen Vertrag im Wert von 345 Millionen Euro unterzeichnet, um zwei fortschrittliche C-Band-Radarinstrumente für die kommende Sentinel-1 NG-Konstellation des europäischen Copernicus-Programms zu entwickeln und zu produzieren. Dieser Vertrag wurde auf der ILA Berlin Air Show bekannt gegeben und unterstreicht die kontinuierliche Zusammenarbeit der beiden Unternehmen im Bereich der Erdbeobachtung.

Die neuen Radarinstrumente werden entscheidende Daten für die globale Bekämpfung des Klimawandels liefern. Sie ermöglichen eine präzise Überwachung des Meeresspiegelanstiegs, der Gletschermovements und der Bodenverformungen. Im Gegensatz zu optischen Sensoren arbeitet die Synthetic Aperture Radar (SAR)-Technologie effektiv durch Wolken und bei völliger Dunkelheit, was eine kontinuierliche Überwachung unter allen Wetterbedingungen ermöglicht.

Im Vergleich zur ersten Generation der Sentinel-1-Satelliten bietet die NG-Konstellation eine deutlich verbesserte Leistung. Die Abdeckungsbreite wird auf 400 km erhöht, gegenüber 250 km bei der ersten Generation, und die geometrische Auflösung wird um das Vierfache verbessert. Zudem wird die neue Generation die Abdeckung auf beide Pole ausweiten, indem sie fortschrittliche aktive Strahlsteuerung durch die Multiple Aperture Processing Scheme (MAPS)-Technologie nutzt.

Airbus wird die Radarinstrumente in Friedrichshafen, Deutschland, entwickeln und testen. Thales Alenia Space, ein Joint Venture zwischen Thales (67%) und Leonardo (33%), wird für die Montage, Integration und Tests der beiden Satelliten verantwortlich sein. Der erste Start der Sentinel-1 NG-Konstellation ist für 2034 geplant, mit einer kontinuierlichen Datenbereitstellung bis in die 2040er Jahre.

Diese Partnerschaft baut auf der erfolgreichen Zusammenarbeit der beiden Unternehmen im Rahmen des Copernicus-Programms auf. Airbus war bereits an der Entwicklung und dem Bau aller vier Radarinstrumente der vorherigen Sentinel-1-Satelliten beteiligt, die zwischen 2014 und 2025 gestartet wurden. Thales Alenia Space fungierte dabei als Hauptauftragnehmer.

Das Copernicus-Programm ist das Erdbeobachtungselement des Europäischen Weltraumprogramms und überwacht unseren Planeten und seine Umwelt zum Nutzen aller Europäer. Es liefert genaue, zeitnahe und zugängliche Informationen zur Verbesserung des Umweltmanagements, zur Bekämpfung des Klimawandels und zur Unterstützung der zivilen Sicherheit. Als weltweit fortschrittlichstes Erdbeobachtungssystem stellt Copernicus kontinuierliche, kostenlose und zuverlässige Daten und Dienste für öffentliche Behörden, Unternehmen und Bürger weltweit bereit.

Die Zusammenarbeit zwischen Airbus und Thales im Rahmen dieses Projekts stärkt die europäische Kompetenz in der Erdbeobachtung und trägt zur Weiterentwicklung des Copernicus-Programms bei. Durch die Bereitstellung hochpräziser Daten werden wichtige Beiträge zur Überwachung und zum Verständnis von Umweltveränderungen geleistet, was für die Entwicklung effektiver Strategien zur Bekämpfung des Klimawandels von entscheidender Bedeutung ist.

Quellen

  • Airbus
  • Thales
  • Copernicus-Programm
  • Sentinel-1 NG-Konstellation
  • Synthetic Aperture Radar (SAR)
  • Multiple Aperture Processing Scheme (MAPS)
  • Friedrichshafen
  • Thales Alenia Space