Mit seinem Vorschlag eines „dreijährigen Moratoriums für legale Einwanderung“ hat Frankreichs Justizminister Gérald Darmanin die politische Debatte des Landes erneut deutlich nach rechts verschoben. Die Forderung markiert nicht nur eine rhetorische Eskalation im französischen Migrationsdiskurs, sondern auch den Beginn einer strategischen Neuaufstellung konservativer Kräfte im Vorfeld der Präsidentschaftswahl 2027. In einem Interview erklärte Darmanin, Frankreich sei „an die Grenzen seiner Integrations- und Assimilationsfähigkeit“ gelangt. Damit greift er Begriffe auf, die lange Zeit vor allem dem ideologischen Vokabular der französischen Rechten und des Rassemblement national vorbehalten waren. Dass ein prominenter Vertreter ...
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