Kinshasa – 24.05.2026: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am 17. Mai 2026 die Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) und Uganda zur internationalen Gesundheitsnotlage erklärt. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden über 500 Verdachtsfälle und mehr als 130 Todesfälle gemeldet.
Der Ausbruch betrifft hauptsächlich die Provinz Ituri im Nordosten der DRK, wo die seltene Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus identifiziert wurde. Diese Variante ist besonders gefährlich, da es weder zugelassene Impfstoffe noch spezifische Behandlungen gibt.
Die WHO äußerte tiefe Besorgnis über die rasche Ausbreitung des Virus, insbesondere in städtische Gebiete und unter Gesundheitsarbeitern. Die anfängliche Verzögerung bei der Identifizierung des Virus führte zu einer verzögerten Reaktion, was die Eindämmung erschwerte.
Die Europäische Kommission bewertet das Risiko für die EU/EEA als sehr gering, da die Übertragung des Virus direkten Kontakt mit den Körperflüssigkeiten eines symptomatischen Patienten erfordert und die Wahrscheinlichkeit einer Einfuhr und sekundären Übertragung in Europa niedrig ist.
Die internationale Gemeinschaft, einschließlich der WHO, der Afrikanischen Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention (Africa CDC) und der Europäischen Union, arbeitet eng zusammen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Maßnahmen umfassen die Stärkung der Überwachung, Kontaktverfolgung, klinische Vorbereitung und das Management, Lieferung von Hilfsgütern, Gemeinschaftsengagement und grenzüberschreitende Vorbereitung.
Die Situation bleibt angespannt, und die internationalen Gesundheitsbehörden betonen die Notwendigkeit koordinierter Maßnahmen, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern.
Quellen
- WHO
- Europäische Kommission
- Afrikanische Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention
- Euronews
- Le Monde
- AP News