Monaco – 30.06.2026: Am Abend des 29. Juni explodierte ein offenbar gezielt abgelegtes Paket im Eingang eines Wohnhauses in der Nähe der Grenze zu Frankreich und verletzte drei Mitglieder derselben Familie. Nach Angaben der Regierung der Principauté wurden ein Mann und eine Frau schwer verletzt; ein 13-jähriger Junge, ebenfalls Angehöriger der Familie, erlitt leichtere Verletzungen und wurde ins Krankenhaus gebracht.
Die Staatsanwaltschaft von Monaco leitete eine Untersuchung wegen versuchten Totschlags ein; eine Terrorermittlung wird von den Behörden nach ersten Angaben nicht pauschal ausgeschlossen, aber auch nicht bestätigt. Monégassische Sicherheitskräfte veröffentlichten ein Täterprofil und beschrieben die Person als männlich; die Fahndung läuft in Zusammenarbeit mit französischen Diensten entlang der Grenze. Es wurden Kontrollen an Zugangswegen und Zufahrten verstärkt.
Medien und offizielle Stellen identifizierten den verletzten Mann als den in Monaco ansässigen Unternehmer Vadym Yermolaiev (auch in Berichten als Vadim Ermolaev genannt), dessen Aktivitäten kontrovers diskutiert wurden und der international bereits in Sanktionslisten aufgetaucht sein soll. Solche Angaben stammen aus Behörden- und Agenturmeldungen; Ermittler betonen, dass Motiv und Hintergrund der Tat bislang nicht gesichert sind.
Augenzeugenberichten und Videomaterial zufolge legte der Verdächtige das Paket in den Hausflur, wartete offenbar ab und entfernte sich anschließend zu Fuß Richtung der französischen Gemeinde Beausoleil. Technische Untersuchungen am Explosivkörper sollen Aufschluss über den Aufbau der Vorrichtung und mögliche Herkunftsspuren geben; Sprengstoffexperten wurden hinzugezogen, um die Spurensicherung zu unterstützen.
Der Minister des Staatswesens von Monaco sowie lokale Polizeibehörden riefen zur Vorsicht auf und baten die Bevölkerung um Hinweise. Französische Präfekturbehörden und die Gendarmerie der Alpes-Maritimes bestätigten die Zusammenarbeit bei der Suche; es wurden Kontrollstellen eingerichtet. Bislang gibt es keine offiziellen Hinweise auf weitere Gefährdungen in der Öffentlichkeit.
Die Verletzten werden in Krankenhäusern in der Region medizinisch versorgt; laut Behördenangaben befindet sich zumindest eine Person in einem kritischen Zustand. Angehörige und Nachbarn zeigen sich schockiert; in dem wohlhabenden Wohnviertel, das bislang als sicher galt, hat der Vorfall das Sicherheitsgefühl erheblich gestört.
Die Ermittlungen konzentrieren sich nun auf die Identifizierung des Täters, mögliche Auftraggeber und das Motiv. Offizielle Erklärungen von Justiz und Ermittlungsbehörden sollen Grundlage bleiben; in der Zwischenzeit bitten die Behörden die Medien und die Öffentlichkeit um Zurückhaltung, um die laufenden Arbeiten nicht zu gefährden.
Quellen
- Franceinfo (RSS)
- Associated Press (AP)
- AFP
- TF1/LCI
- Al Jazeera
- Radio Monaco