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Daniel Ivers · 07.06.2026

Fleurance gedenkt Lyhanna mit weißer Marsch

Fleurance – 07.06.2026: In Fleurance im Département Gers versammelten sich am 7. Juni 2026 etwa 6.000 Menschen zu einer weißen Marsch, um der elfjährigen Schülerin Lyhanna zu gedenken. Die Trauerveranstaltung begann um 15 Uhr am Square de Verdun, unweit des Collège Hubert-Reeves, dem Ort, an dem die Schülerin zuletzt gesehen wurde.

Lyhanna war am 29. Mai 2026 nach Verlassen der Schule verschwunden. Ihr Leichnam wurde am 4. Juni in einem verlassenen Landwirtschaftssilo in Puycasquier, etwa 15 Kilometer südlich von Fleurance, gefunden. Die Identität bestätigte eine durchgeführte DNA-Analyse.

Die Eltern von Lyhanna hatten die Gedenkveranstaltung initiiert und nahmen persönlich teil. In einer offiziellen Erklärung dankten sie dem Bürgermeister von Fleurance für seine Unterstützung und luden die Bürgermeister umliegender Gemeinden ein, sich der Veranstaltung anzuschließen. Eine weitere politische Präsenz war nicht erwünscht.

Während des Marsches trugen die Teilnehmer ihre Trauer in einer bewegten Atmosphäre. Die Eltern führten den Zug an und hielten eine Banderole mit der Aufschrift „Lyhanna, wir lieben dich, du fehlst uns“. Der Weg führte vom Square de Verdun bis zur Place Marcadet. Polizei und Gendarmerie regelten den Verkehr entlang der Route.

Die Ermittlungen zu Lyhannas Tod dauern an. Ein 41-jähriger Mann, Vater einer Freundin des Mädchens, war bereits am 1. Juni festgenommen worden und wird seit dem 2. Juni vor dem Pôle Criminel in Agen angeklagt. Er befindet sich in Untersuchungshaft und machte von seinem Schweigerecht Gebrauch. Der Schwerpunkt der Ermittlungen liegt auf seinen Bewegungen und Aussagen seit dem Nachmittag des 29. Mai. Weitere Details zur Todesursache wurden bislang nicht veröffentlicht.

Die Gemeinde Fleurance zeigte sich während der gesamten Zeit solidarisch und unterstützte die Familie. Der weiße Marsch war der erste offizielle Akt des Gedenkens und spiegelte das tiefe Mitgefühl der Einwohner wider. Behörden hoben die Bedeutung der engen Zusammenarbeit zwischen Justiz, Polizei und sozialen Diensten hervor, um ähnliche Tragödien künftig zu verhindern.

Die Familie bedankte sich für die breite Unterstützung und betonte die Wichtigkeit des gemeinsamen Gedenkens in dieser schweren Zeit. Sie hoffen, dass die Wahrheit über den Tod von Lyhanna bald ans Licht kommt und derartige Vorfälle in Zukunft vermieden werden können.

Der weiße Marsch in Fleurance war ein eindrucksvoller Moment der Trauer und des Zusammenhalts, der die Gemeinschaft in ihrer Trauer vereinte. Die Ermittlungen gehen weiter, während die Behörden alles daran setzen, den Fall umfassend aufzuklären.

Die Tragödie um Lyhanna erschütterte nicht nur Fleurance, sondern sorgte landesweit für Betroffenheit. Die weiße Marsch wurde als ein Zeichen von Hoffnung und Solidarität inmitten des schmerzlichen Verlusts wahrgenommen.

Quellen

  • Euronews
  • France Premium
  • La Gazette France