🇫🇷🤝🇩🇪 Wenn zwei kulinarische Kulturen aufeinandertreffen, die beide für ihre Liebe zu Butter, Wein, Handarbeit und Herzlichkeit bekannt sind, dann kann nur Großartiges entstehen. Unter dem Motto „Das Beste aus 2 Ländern“ vereint dieses Gericht französische Eleganz mit schwäbischem Wohlfühlessen: Coq au Riesling mit hausgemachten Spätzle.
Das klassische Coq au Vin, der Hahn im Wein, ist ein französisches Traditionsgericht, das typischerweise in Burgunderwein geschmort wird. In der elsässischen Variante jedoch – unserem heutigen Star – wird weißer Riesling verwendet, was dem Gericht eine leichte, fruchtige Frische verleiht. Kombiniert mit butterzarten Spätzle, einer schwäbischen Teigwarenspezialität, entsteht ein Fusion-Gericht, das charmant, bodenständig und raffiniert zugleich ist.
🧄🍷 Coq au Riesling mit Spätzle
🛒 Zutaten für 4 Personen:
Für den Coq au Riesling:
- 1 ganzes Maishähnchen oder 1,2 kg Hähnchenteile (z. B. Oberkeulen, Brust mit Haut)
- Salz & frisch gemahlener Pfeffer
- 2 EL Butterschmalz oder neutrales Öl
- 1 Zwiebel, grob gehackt
- 2 Schalotten, fein gehackt
- 2 Knoblauchzehen, zerdrückt
- 1 Stange Lauch, in Ringe geschnitten
- 2 Möhren, geschält und in Scheiben
- 250 g braune Champignons, geviertelt
- 200 ml Geflügelfond
- 400 ml trockener Riesling
- 200 ml Sahne
- 1 EL Mehl
- 1 Zweig Thymian
- 1 Lorbeerblatt
- 1 EL Butter (für den Glanz)
- Etwas Zitronensaft oder Weißweinessig zum Abschmecken
Für die Spätzle:
- 400 g Mehl (Type 405 oder Spätzlemehl)
- 4 Eier (Größe M)
- ca. 100 ml Wasser oder Sprudelwasser
- 1 TL Salz
- Etwas Muskatnuss
- Butter zum Schwenken
🧑🍳 Zubereitung
Schritt 1: Das Hähnchen vorbereiten
Wenn du ein ganzes Hähnchen nimmst, zerlege es in Brust, Keulen und Flügel. Alternativ einfach Hähnchenteile verwenden. Salzen, pfeffern und leicht mehlieren.
- In einem großen Bräter das Butterschmalz erhitzen.
- Hähnchenteile rundum scharf anbraten, bis sie schön gebräunt sind, dann herausnehmen.
Schritt 2: Das Aromafundament
- Zwiebeln, Schalotten, Knoblauch, Lauch, Möhren und Champignons im Bratfett goldgelb anschwitzen.
- Mit Mehl bestäuben, kurz anschwitzen, dann mit Riesling ablöschen. Aufkochen lassen.
- Geflügelfond, Thymian und Lorbeerblatt zugeben. Hähnchenteile wieder einlegen.
- Zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 45–60 Minuten schmoren, bis das Fleisch butterzart ist.
Schritt 3: Die Sauce vollenden
- Fleisch herausnehmen, warmhalten.
- Sahne zur Sauce geben, einige Minuten einköcheln lassen.
- Sauce mit etwas Zitronensaft, Salz & Pfeffer abschmecken. Ein Stück Butter für den Glanz einrühren.
- Fleisch zurück in die Sauce legen – fertig zum Servieren!
Schritt 4: Spätzle selbst gemacht
- Mehl, Eier, Wasser, Salz und Muskatnuss zu einem zähflüssigen Teig schlagen (wirklich mit Kraft – der Teig darf blasen werfen!).
- Teig portionsweise durch eine Spätzlepresse oder vom Brett in kochendes Salzwasser schaben.
- Sobald die Spätzle oben schwimmen, mit einer Schaumkelle abschöpfen, abtropfen lassen und in Butter schwenken.
🍽️ Anrichten und genießen
Auf einem vorgewärmten Teller ein Nest aus buttrigen Spätzle anrichten, das zarte Hähnchen darüber geben und großzügig mit der cremigen Riesling-Sauce überziehen. Mit etwas frischem Thymian garnieren und vielleicht ein Glas gut gekühlten Riesling dazu – et voilà:
Ein Gericht, das den Eiffelturm mit dem Schwarzwald verbindet.
💡 Tipp:
Dieses Gericht schmeckt am nächsten Tag sogar noch besser, wenn die Aromen Zeit hatten, sich zu entfalten. Also ruhig ein bisschen mehr kochen!