In Frankreich halten Obst und Gemüse der Inflation stand. An den Marktständen sind insbesondere Zucchini im Vergleich zu 2022 um 47 Cent billiger geworden. Wie lässt sich das erklären?
An den Ständen auf dem Markt in Bessières (Haute-Garonne) trotzen sie der Inflation. Nach den neuesten Erhebungen sind die Preise für einige französische Obst- und Gemüsesorten im Vergleich zu 2022 sogar gesunken. Zucchini sind zum Beispiel 47 Cent preiswerter geworden. Auch frühe Erdbeeren (Gariguettes) haben gegenüber dem Vorjahr einige Cent verloren. “Die Erdbeere ist nicht teurer geworden. Sie ist genauso teuer wie letztes Jahr”, versichert eine Frau gegenüber France 2. Die stabilen Preise lassen sich durch das milde Wetter im Frühjahr erklären.
Eine fragile Situation
Nach zwei Jahren mit Frostschäden freuen sich dieses Jahr die Erzeuger. “Es hat keinen Frost gegeben. Wir werden in unserer Region viel mehr Obst haben”, versichert ein Obstbauer. Die Durchschnittspreise bleiben gleich oder sind sogar leicht rückläufig. “Die Gariguette-Erdbeeren sind trotzdem ziemlich teuer”, bedauert eine Kundin in einem Supermarkt. Nach Ansicht des Experten Olivier Dauvers ist die Situation aber möglicherweise nicht von Dauer. Ein Grund zur Sorge für die Erzeuger ist die Dürre in Spanien. Sollte das Wasser in Frankreich genauso knapp werden, wird dies Auswirkungen auf die Preise haben.