Mit den steigenden Preisen ändern die Franzosen ihre Essgewohnheiten und konsumieren weniger Fleisch. Von diesem Rückgang sind alle Frischprodukte betroffen.
Die französischen Verbraucher gehen heute nicht mehr so regelmäßig in die Metzgereien. “Ich kaufe lieber Qualität, lege ein Preislimit für mich fest und kaufe weniger”, sagt ein Kunde auf dem Sender France 2. Andere ersetzen das Fleisch durch alternative Lebensmittel: “Durch Eier, durch Fisch, durch Linsen, durch Erbsen”, zählt eine Frau auf. Im Jahr 2022 ist der Fleischkonsum schon um mehr als 8% zurückgegangen, was vor allem auf die Inflation zurückzuführen ist.
Auch das Hühnerfilet ist teurer geworden
“Heute liegen wir bei etwa 11 Euro für einen guten Esser, eine gute Portion und früher lagen wir bei weniger als zehn Euro”, erklärt Mickaël Hairault, Leiter der Metzgerei Huet in Migné-Auxances (Vienne) bei France 2. Im Durchschnitt hat der Metzger seine Preise um 7% erhöht und sieht den Umsatz seiner Kunden schrumpfen. Die Kunden kaufen eher das billigere Geflügel, obwohl auch dessen Preise steigen. Ein Hühnerfilet kostete früher weniger als 15 Euro pro Kilo. “Jetzt liegen wir bei knapp unter 20 Euro pro Kilo”, sagt Edouard Normand, Geschäftsführer der Metzgerei Normand. Der Verbrauch von frischen Lebensmitteln ist im Jahresdurchschnitt um 6% zurückgegangen.