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Nachrichten.fr · February 6, 2025

La Tarte au Maroilles – Eine rustikale Köstlichkeit aus Nordfrankreich

Die Tarte au Maroilles ist eine der bekanntesten Spezialitäten aus der französischen Region Hauts-de-France, insbesondere aus der historischen Provinz Hennegau (Hainaut). Sie ist ein würziger Käsekuchen, der mit dem berühmten Maroilles-Käse zubereitet wird – einem intensiven Weichkäse mit Waschrinde, der für sein kräftiges Aroma bekannt ist. Dieses herzhafte Gericht gehört zur traditionellen Küche Nordfrankreichs und ist besonders in bäuerlichen Haushalten und bei regionalen Festen beliebt.

Geschichte und Entstehung der Tarte au Maroilles

Die Ursprünge der Tarte au Maroilles lassen sich bis ins Mittelalter zurückverfolgen. Der Maroilles-Käse selbst wurde im Jahr 962 von Mönchen der Abtei von Maroilles (einem kleinen Dorf in der Nähe von Cambrai) entwickelt. Dieser Käse wurde ursprünglich von Benediktinermönchen hergestellt, die ihn während der Reifung regelmäßig mit Salzwasser wuschen, um seine charakteristische orangefarbene Rinde und seinen kräftigen Geschmack zu entwickeln.

Da die Bauern in Nordfrankreich oft auf einfache, aber nahrhafte Gerichte angewiesen waren, begann man, den Maroilles-Käse in eine Art Tarte oder Fladen zu integrieren. Das Rezept verbreitete sich in der bäuerlichen Bevölkerung, da es eine praktische Möglichkeit bot, Käse mit einfachen Zutaten wie Mehl, Eiern und Butter zu kombinieren.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Tarte au Maroilles zu einem beliebten Gericht in den Dörfern Nordfrankreichs und ist heute eine feste Größe in der regionalen Küche, insbesondere in den Départements Nord und Pas-de-Calais. Sie wird oft als Vorspeise oder Hauptgericht serviert, begleitet von einem grünen Salat und einem Glas Bier aus der Region.


Originalrezept für La Tarte au Maroilles

Hier ist ein traditionelles Rezept für eine authentische Tarte au Maroilles, so wie sie in den Dörfern Nordfrankreichs zubereitet wird.

Zutaten (für eine Tarte, ca. 26 cm Durchmesser)

Für den Hefeteig:

  • 250 g Mehl (Type 550 oder 405)
  • 10 g frische Hefe (oder 5 g Trockenhefe)
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL Salz
  • 1 Ei
  • 100 ml lauwarme Milch
  • 50 g weiche Butter

Für den Belag:

  • 200 g Maroilles-Käse (ersatzweise kann ein Munster oder Limburger verwendet werden)
  • 150 ml Crème fraîche
  • 1 Ei
  • Pfeffer nach Geschmack
  • Muskatnuss (optional)

Zubereitung

1. Den Hefeteig vorbereiten

  1. Die Hefe in der lauwarmen Milch mit Zucker auflösen und etwa 5–10 Minuten ruhen lassen, bis sich kleine Bläschen bilden.
  2. Das Mehl in eine große Schüssel sieben und in der Mitte eine Mulde formen.
  3. Die aufgelöste Hefe, das Ei, das Salz und die Butter in kleinen Stücken hinzufügen.
  4. Alles zu einem geschmeidigen Teig kneten (ca. 5–10 Minuten). Falls der Teig klebrig ist, eine kleine Menge Mehl hinzufügen.
  5. Den Teig mit einem trockenen Tuch abdecken und an einem warmen Ort etwa 1 Stunde gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.

2. Die Tarte belegen

  1. Eine runde Tarte- oder Quicheform (26 cm Durchmesser) einfetten.
  2. Den aufgegangenen Hefeteig auf einer bemehlten Fläche ausrollen und in die Form legen. Die Ränder leicht hochziehen.
  3. Den Maroilles-Käse in dünne Scheiben schneiden und gleichmäßig auf dem Teig verteilen.
  4. In einer Schüssel die Crème fraîche mit dem Ei verrühren und mit Pfeffer (und optional etwas Muskatnuss) würzen.
  5. Die Mischung über den Käse gießen.

3. Backen

  1. Den Ofen auf 200 °C (Ober-/Unterhitze) oder 180 °C (Umluft) vorheizen.
  2. Die Tarte ca. 25–30 Minuten backen, bis sie goldbraun und der Käse geschmolzen ist.

Servierempfehlung

Die Tarte au Maroilles schmeckt am besten warm und wird traditionell mit einem grünen Salat serviert. Dazu passt ein Glas nordfranzösisches Bier oder ein trockener Weißwein.


Variationen und Tipps

  • Wer einen noch kräftigeren Geschmack möchte, kann den Käse vor dem Backen leicht karamellisieren, indem man ihn mit etwas Honig bestreicht.
  • Manche Rezepte enthalten Speck oder Zwiebeln, um der Tarte eine zusätzliche herzhafte Note zu geben.
  • Falls kein Maroilles-Käse verfügbar ist, kann auch Munster, Limburger oder Reblochon verwendet werden.

Fazit

Die Tarte au Maroilles ist ein wunderbares Beispiel für die rustikale und deftige Küche Nordfrankreichs. Sie vereint die Einfachheit bäuerlicher Rezepte mit dem kräftigen Geschmack eines gereiften Weichkäses. Perfekt für ein gemütliches Abendessen oder als besonderes Highlight bei einem französischen Themenabend.