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Nachrichten.fr · December 5, 2024

Nonnettes aus Dijon: Eine süße Weihnachts-Tradition aus Frankreich

Die Nonnettes aus Dijon sind kleine, runde Lebkuchenküchlein, die ihre Wurzeln tief in der Geschichte der französischen Region Burgund haben. Mit ihrem würzigen Aroma, der weichen Textur und der fruchtigen Füllung sind sie ein Paradebeispiel für die Kunst der französischen Pâtisserie, die Tradition und Genuss vereint. Doch was macht diese Spezialität so besonders, und wie ist sie entstanden? Tauchen wir ein in die Geschichte der Nonnettes und erfahren anschließend, wie man sie zu Hause zubereiten kann.


Die Entstehung der Nonnettes

Die Nonnettes, deren Name wörtlich „kleine Nonnen“ bedeutet, stammen aus den Klöstern des Mittelalters. In dieser Zeit war Honig eine der wenigen Süßungsmittel und wurde häufig in der Klosterküche verwendet. Die Nonnen entwickelten ein Rezept für weiche Lebkuchen, die lange haltbar waren und sich daher ideal als Reiseproviant eigneten. Zudem wurden sie oft an Pilger oder Reisende verkauft, die die Klöster aufsuchten.

Die Stadt Dijon, heute vor allem für ihren Senf bekannt, spielte eine besondere Rolle in der Verbreitung der Nonnettes. Dank ihrer Lage an wichtigen Handelsstraßen wurde die Region zu einem Zentrum für Honig und Gewürze, die wesentliche Zutaten für die Nonnettes sind. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelten sich die kleinen Küchlein von einer klösterlichen Spezialität zu einer regionalen Delikatesse, die in ganz Frankreich bekannt wurde.


Merkmale und Varianten

Traditionell bestehen Nonnettes aus einem würzigen Lebkuchenteig, der mit Orangenmarmelade gefüllt und oft mit einer dünnen Zuckerglasur überzogen wird. Das Zusammenspiel von Gewürzen wie Zimt, Ingwer und Muskat mit der fruchtigen Süße der Marmelade macht sie unverwechselbar.

Moderne Varianten enthalten auch andere Fruchtfüllungen wie Aprikose, Himbeere oder Johannisbeere. Einige Bäcker experimentieren mit Schokoladen- oder Karamellfüllungen, doch das klassische Rezept bleibt weiterhin die beliebteste Version.


Rezept für traditionelle Nonnettes aus Dijon

Zutaten (für ca. 12 Nonnettes)

Für den Teig:

  • 250 g Mehl (Weizenmehl oder Dinkelmehl)
  • 100 g Honig
  • 100 g brauner Zucker
  • 50 g Butter
  • 200 ml Milch
  • 1 TL Backpulver
  • 1 TL Zimt
  • ½ TL Ingwer (gemahlen)
  • 1 Prise Muskatnuss
  • 1 Prise Salz
  • Abgeriebene Schale von 1 Orange

Für die Füllung:

  • Ca. 150 g Orangenmarmelade

Für die Glasur (optional):

  • 100 g Puderzucker
  • 2–3 EL Orangensaft

Zubereitung

  1. Honig-Milch-Mischung zubereiten:
    • Honig, braunen Zucker und Butter in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze schmelzen, bis sich alles aufgelöst hat.
    • Die Milch hinzufügen, gut umrühren und die Mischung abkühlen lassen.
  2. Teig anrühren:
    • In einer großen Schüssel das Mehl, Backpulver, Gewürze, Salz und Orangenschale vermengen.
    • Die abgekühlte Honig-Mischung nach und nach einrühren, bis ein glatter Teig entsteht.
  3. Backen:
    • Den Teig in gefettete oder mit Papierförmchen ausgelegte Muffinformen füllen, aber nur etwa zur Hälfte.
    • In die Mitte jedes Förmchens einen kleinen Löffel Orangenmarmelade geben und mit etwas Teig bedecken.
    • Im vorgeheizten Ofen bei 180 °C (Ober-/Unterhitze) etwa 20–25 Minuten backen, bis die Nonnettes goldbraun sind.
  4. Glasieren (optional):
    • Den Puderzucker mit dem Orangensaft zu einer dickflüssigen Glasur verrühren.
    • Die Nonnettes nach dem Backen und Abkühlen mit der Glasur bestreichen.

Serviervorschlag und Lagerung

Die Nonnettes schmecken am besten frisch, wenn sie weich und saftig sind. Sie passen hervorragend zu einer Tasse Tee, Kaffee oder heißer Schokolade. Dank der Honigbasis bleiben sie auch mehrere Tage frisch, wenn sie luftdicht aufbewahrt werden.


Fazit

Nonnettes aus Dijon sind mehr als nur ein Gebäck – sie sind ein Stück französischer Kulturgeschichte, das uns zurück in die Klosterküchen des Mittelalters führt. Ihre Kombination aus würzigem Teig und fruchtiger Füllung macht sie zu einem perfekten Begleiter in der kalten Jahreszeit. Warum also nicht den Charme Burgunds in die eigene Küche holen und diese himmlischen Küchlein selbst ausprobieren? Bon appétit! 😊