Ab dem 1. Januar 2022 darf Obst und Gemüse nicht mehr in Plastikverpackungen verkauft werden. Allerdings gibt es eine Reihe von Ausnahmen und manche Produkte werden noch bis 2026 in Plastik gepackt.
Drei in Plastik verpackte Äpfel, Himbeeren in einer durchsichtigen Plastikbox, Paprika in einer Tüte… Alle diese unökologischen Verpackungen sollen aus den Regalen der Supermärkte verschwinden. Ein Erlass, der ein Verbot von Plastikverpackungen für Obst und Gemüse ab dem 1. Januar 2022 vorsieht, wird am Dienstag, dem 12. Oktober, veröffentlicht, so die GE. Sie folgt dem Antimüllgesetz 2020.
Welche Obst- und Gemüsesorten sind betroffen?
Die Maßnahme gilt ab dem 1. Januar 2022 für Lauch, Zucchini, Auberginen, Paprika, Gurken, Kartoffeln und Karotten, runde Tomaten, Zwiebeln und Rüben, Kohl, Blumenkohl, Kürbisse, Pastinaken, Radieschen, Topinambur und Wurzelgemüse. Bei Obst müssen die Plastikverpackungen für Äpfel, Birnen, Bananen, Orangen, Clementinen, Kiwis, Mandarinen, Zitronen, Grapefruits, Pflaumen, Melonen, Ananas, Mangos, Passionsfrüchte und Kakis schrittweise abgeschafft werden.
Gibt es irgendwelche Ausnahmen?
Für eine ganze Reihe von Obst- und Gemüsesorten, die beim Verkauf ohne Verpackung beschädigt werden könnten, wird die Anwendung der Verordnung aufgeschoben, bis eine plastikfreie Verpackung zur Verfügung steht.
Kunststoffverpackungen sind noch bis zum 30. Juni 2023 möglich für: gerippte und längliche Tomaten, neue Zwiebeln und Rüben, kleine runde Früchte (Weintrauben), Rosenkohl, grüne Bohnen, Pfirsiche, Nektarinen, Aprikosen.
Kunststoffverpackungen sind noch bis zum 31. Dezember 2024 möglich für: Kirschen, Preiselbeeren, Stachelbeeren, Kopfsalat, Feldsalat, Blattgemüse, Kräuter, Spinat, Sauerampfer, essbare Blüten, Mungobohnen (Sojabohnen), Endivien, Spargel, Brokkoli, Pilze, Frühkartoffeln sowie Karotten und Babymöhren.
Kunststoffverpackungen noch bis 30. Juni 2026 möglich für: Himbeeren, Erdbeeren, Heidelbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren, Kiwis, schwarze Johannisbeeren, Holunderbeeren, Johannisbeeren, Sprossen.
Das Verbot gilt auch nicht für Obst und Gemüse, das in Mengen von 1,5 kg oder mehr verkauft wird.
Wie viele Kunststoffverpackungen werden eingespart?
37% des Obsts und Gemüses werden in Verpackungen verkauft. Diese Kunststoffverpackungen machen 1 bis 2 Milliarden Verpackungen pro Jahr aus. Bis 2030 werden 20% der Produkte in Supermärkten ohne Verpackung verkauft werden müssen, während es heute nur 1 bis 3% sind. Weniger Plastik bedeutet weniger Ölverbrauch und weniger Abfall.
Die Nichteinhaltung des am Dienstag veröffentlichten Erlasses wird mit Geldstrafen von bis zu 15.000 Euro und einer Tagesstrafe von 1.500 Euro geahndet.
Lesen sie dazu auch: