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Nachrichten.fr · September 25, 2022

Pflanzensteaks – ein mehr oder weniger guter Fleischersatz

Die Industrie produziert immer mehr pflanzliche Steaks und diese sind nun auch in Frankreich immer häufiger in den Regalen der Supermärkte zu finden. Können solche pflanzlichen Ersatzprodukte tatsächlich Fleisch ersetzen? Die Zeitschrift 60 Millions de consommateurs hat rund zwanzig pflanzliche Steaks und Burger analysiert.

Die Zeitschrift 60 Millions de consommateurs beschäftigte sich mit einem Lebensmittel, das die Meinungen spaltet. Es gibt diejenigen, für die es eine Art Symbol für die vegane Hölle ist. Und dann gibt es diejenigen, für die es als eine der Lösungen erscheint, um den Planeten zu retten und den Tieren zu helfen. Es geht um fleischlose Steaks, pflanzliche Ersatzprodukte, die mittlerweile einen festen Platz in den Regalen der französischen Supermärkte eingenommen haben.

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Auch wenn es noch keine genauen Zahlen gibt, wird es deutlich, dass der Umsatz mit den fleischlosen Produkten immer signifikanter wird. Es gibt einen echten Trend. Das ist immer deutlicher in den Regalen des Lebensmittelhandels zu beobachten. Früher waren es kleine Nischen, einige wenige Produkte, vor allem Bio-Produkte. Inzwischen merkt man deutlich, dass die großen Marken und die Lebensmittelindustrie auf die vegetarisch/vegane Welle schwingen.

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Die neuen Fleischersatzprodukte werden aus natürlich Pflanzen hergestellt, Soja, Hülsenfrüchte und Getreide. In veganen Steaks sind die Zutaten gemahlen und texturiert. Dazu kommen oft noch Wasser, Zusatzstoffe, Aromen und in manchen Fällen Ei. Das klingt auf den ersten Blick nicht sehr natürlich… Diese Produkte sind “verarbeitete Produkte”. Sie sind durch die großen Labore der Lebensmittelindustrie gegangen, damit sie uns natürlich erscheinen, obwohl sie es eigentlich gar nicht sind.

Oft sind sie, und das liegt an der Zusammensetzung, eigentlich weniger gesund. Aber für unsere Gesundheit können sie trotzdem besser sein, da Fleisch bei zu hohem Verzehr bekanntlich reich an gesättigten Fettsäuren ist, und neben vielen anderen Beschwerden zu Herz- Kreislauferkrankungen führen kann.

Mit pflanzlichen Ersatzprodukten passiert das nicht, da sie reich an Ballaststoffen und pflanzlichen Proteinen sind. Und sie enthalten mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die für unsere Gesundheit sehr gut sind. Die Zusammensetzung also ist nicht so gut, aber aus ernährungswissenschaftlicher Sicht sind sie tatsächlich besser als Fleisch.

In den Analysen der  Zeitschrift 60 Millions de consommateurs wurde festgestellt, dass insbesondere die sogenannten Pflanzensteaks (diese Bezeichnung wird irgendwann verschwinden) fast denselben Proteinanteil haben wie ein Rindfleischsteak, d. h. 16 g pro 100 g Produkt. Das bedeutet, dass man durchaus mit einem Pflanzensteak Fleisch ersetzen kann.

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Das grösste Manko ist immer noch der Geschmack

Die meisten Geschmackstests fallen nicht sehr überzeugend aus. Den Geschmack eines echten Rindersteaks erreichen die Ersatzprodukte nie. Und die Hersteller benutzen bei dem Versuch, den “echten” Geschmack zu erzeugen, manchmal zu viele Aromastoffe.

Auf Dauer werden die Konsumenten entscheiden müssen, inwieweit sie sich auf “fleischloses Fleisch” einlassen wollen.