In einem solidarischen Lebensmittelladen in Niort bezahlt man seine Einkäufe entsprechend seinem Einkommen. Es werden drei Tarife angeboten, der günstigste liegt bei einem Rabatt von 60%. Wie funktioniert das?
In einem Lebensmittelgeschäft in Niort (Deux-Sèvres) ist es möglich, seine Einkäufe nach dem Einkommen zu bezahlen. Die Produkte zeigen drei Preise an und die soziale Situation des Einzelnen entscheidet letztendlich über den zu zahlenden Preis. “Manche zahlen 100% des Preises, manche zahlen -40 % oder -60 %”, erläutert eine Freiwillige Helferin auf dem Sender France 3. Für ein Huhn, Butter, Käse, ein Kilo Karotten und Nudeln beispielsweise schwankt die Rechnung je nach Einkommen zwischen 10 und 25 Euro.
Das Solidaritätsprinzip wird von den Kunden geschätzt. “Es entlastet mich ziemlich (…) und es ermöglicht mir, Beziehungen zu den Leuten aufzubauen, die hier treffe”, sagt Marine Chartreu, Kundin und alleinerziehende Mutter. Die Rabatte werden von den Kunden finanziert, die den Preis der Produkte zu 100% bezahlen. Der Verein legt ausserdem grosses Gewicht auf Qualität und setzt auf lokale Produzenten.