In einem Interview mit dem Journal du Dimanche am Sonntag, dem 23. Oktober, sagte Dominique Schelcher, CEO der Supermarktkette Système U, dass er Lebensmittelengpässe befürchte. Grund dafür seien die Inflation und die Explosion der Energiekosten.
Es könnte sein, dass einige Produkte in den nächsten Wochen aus den Supermarktregalen verschwinden. Zumindest sieht das Dominique Schelcher in einem Interview mit dem Journal du Dimanche voraus. Der Vorstandsvorsitzende von Système U sagt, er befürchte, dass “in einigen Wochen bis Monaten einige der üblichen Produkte in den Regalen fehlen könnten”.
“Laut der Coopération agricole, die ein Drittel der Marken repräsentiert, werden viele Hersteller möglicherweise bald gezwungen sein, aufgrund zu hoher Kosten eine Sortimentsauswahl zu treffen: Landwirte werden sich beispielsweise dazu entschließen, Geflügel zugunsten von Getreide aufzugeben”.
Die Hersteller könnten sich dazu entschließen, teurere Produkte wie Wurstwaren und Käse sowie Produkte, die sich weniger gut verkaufen, zu vernachlässigen.
Energiepreise und der Krieg in der Ukraine sind dafür verantwortlich.
Es könnte durchaus sein, dass man in diesem Winter auf das beliebte Raclette verzichten muss. Das liegt das vor allem an den hohen Energiepreisen, die einige Hersteller vor schier unüberwindliche Probleme stellen. Die meisten Unternehmen in Frankreich verfügen nämlich nicht über einen Preisschild, wie er für Privathaushalte besteht.
Die Versorgungsengpässe sind nicht neu, sondern begannen bereits mit der Coronavirus-Krise, aber der Krieg in der Ukraine hat die Situation noch verschlimmert. “Bei Système U haben wir immer noch nicht den üblichen Rhythmus der Lebensmittelversorgung von vor der Gesundheitskrise wieder erreicht”.
Für Dominique Schelcher ist die Situation heute “viel ernster als während der Pandemie. Alles kann sehr schnell kippen. Die Sicherstellung der Liefermengen wird für einige unserer Lieferanten fast unmöglich“.