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NEWSDESK · 28.06.2026

Frankreich warnt vor schweren Gewittern nach Hitzewelle

Paris – 28.06.2026: Nach einer langanhaltenden und intensiven Hitzewelle in Frankreich warnt Météo-France vor schweren Gewittern, die am Sonntag, den 28. Juni, in mehreren Teilen des Landes zu erwarten sind. Insgesamt 38 Départements wurden in den Alarmzustand versetzt, um die Bevölkerung vor den Unwettern zu schützen. Diese Gewitter werden voraussichtlich mit starken Windböen, Hagelschauer und heftigem Niederschlag einhergehen.

Der Grund für die Gewitterlage ist eine Kombination aus der zuvor vorherrschenden extremen Hitze und dem Einfließen eines atlantischen Tiefdruckgebiets, das für eine deutliche Instabilität in der Atmosphäre sorgt. Erste Gewitter können bereits in der Nacht zum Sonntag sowie am Vormittag im Nordwesten Frankreichs auftreten, sind dort aber meist nur von mäßiger Stärke. Am Nachmittag und Abend steigt die Gewitteraktivität entlang einer breiten Linie von Aquitanien über die Normandie bis nahe der belgischen Grenze deutlich an. Dort können einzelne Gewitter superzellenartige Merkmale annehmen, die potenziell schwere Unwetter verursachen.

Besonders gefährlich sind heftige Hagelschauer mit Korngrößen von bis zu fünf Zentimetern, insbesondere im zentralen Teil des Landes bis zur belgischen Grenze. Zeitgleich sind Sturmböen mit Geschwindigkeiten von 100 bis 120 Stundenkilometern möglich. Im südwestlichen Frankreich, speziell in der Region Aquitanien, können Hagelkörner mit Durchmessern zwischen drei und fünf Zentimetern sowie Windböen von 80 bis 100 Stundenkilometern auftreten. Neben dem Hagel werden auch starke Niederschläge und eine ausgeprägte Blitzaktivität erwartet, die das Risiko von Überschwemmungen und weiteren Sturmschäden erhöhen.

Diese Gewitter können bis in die Nacht von Samstag auf Sonntag andauern, wobei eine leichte Abschwächung der heftigsten Ausprägungen prognostiziert wird. Für Sonntag wird darüber hinaus entlang einer Kaltfront im Westen des Landes mit einer neuen Gewitterentwicklung gerechnet. Diese zieht sich von den Pyrenäen bis zum Nordosten Frankreichs und birgt insbesondere zwischen den Pyrenäen und dem Zentralmassiv ein hohes Risiko für starke Böen, heftigen Regen und Hagel.

Die Behörden empfehlen dringend, die aktuellen Wetterwarnungen zu beachten und während der Gewitter Schutz in Gebäuden zu suchen. Aktivitäten im Freien sollten vermieden, lose Gegenstände gesichert und Fenster geschlossen werden, um Verletzungen und Sachschäden gering zu halten. Météo-France stellt unterdessen fortlaufend aktualisierte Prognosen und Sicherheitshinweise auf seiner Website bereit, um die Bevölkerung bestmöglich zu informieren.

Diese Wetterlage folgt auf eine der heftigsten Hitzewellen des Jahres in Frankreich, die vor allem im Juni unzählige Regionen stark belastet hat. Das plötzliche Umstellen auf Gewitter mit Sturm und Hagel bringt erhebliche Herausforderungen für Bewohner, Einsatzkräfte und Infrastruktur mit sich.

Quellen

  • Météo-France