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NEWSDESK · 15.07.2026

Frankreichs Nationalteam trifft in den USA auf vergleichsweise wenige eigene Fans

Dallas – 14.07.2026: Frankreich bestreitet am Nationalfeiertag sein WM-Halbfinale gegen Spanien in Dallas. Auf dem Weg dorthin war in den US-Stadien regelmäßig viel Blau, Weiss und Rot zu sehen. Dieses Bild taeuscht jedoch teilweise: Ein grosser Teil der sichtbaren Unterstuetzung kam nicht von eigens angereisten Franzosen, sondern von Fans aus den Vereinigten Staaten und von Zuschauern anderer Herkunft, die die Bleus während des Turniers für sich entdeckt haben.

Die Zahl der unmittelbar aus Frankreich mitgereisten Anhaenger ist im Vergleich zu manchen Gegnern gering. Vor dem Gruppenspiel gegen Norwegen am 26. Juni in Foxborough waren laut Angaben des französischen Fussballverbands etwas mehr als 4.000 französische Fans angekuendigt. Im Stadion dominierte dagegen die norwegische Fanbasis mit ihren roten Trikots und ihren organisierten Gesaengen deutlich.

Die geringe Praesenz hat mehrere nachvollziehbare Ursachen. Die Weltmeisterschaft verteilt sich auf die USA, Kanada und Mexiko, die Entfernungen zwischen den Spielorten sind erheblich. Für Fans aus Frankreich bedeuten Flugreisen, Unterkuenfte, Tickets und Weiterreisen hohe Kosten. Zudem erschwert der Turnierkalender mit spaet feststehenden K.-o.-Spielorten eine langfristige und guenstigere Reiseplanung.

Norwegen verfuegte gegen Frankreich über eine besonders sichtbare reisende Fangruppe. Die FIFA stellte vor der Partie den Austausch zwischen den organisierten norwegischen Anhaengern und dem französischen Fanverband Les Irresistibles Francais heraus. Mehr als 60.000 Zuschauer erlebten in Foxborough die Gesaenge beider Lager. Die französischen Fans waren dabei praesent, konnten aber zahlenmaessig nicht dieselbe Wirkung entfalten.

Gleichzeitig ist die Unterstuetzung für Frankreich nicht allein an der Zahl der Reisenden zu messen. Bei weiteren Spielen trugen zahlreiche US-Zuschauer das Trikot der Equipe de France. Berichte aus New York beschrieben mehrere tausend aus Frankreich angereiste Fans, aber auch ein Publikum, das die Mannschaft um Kylian Mbappe wegen ihres Spiels und ihrer international bekannten Spieler unterstuetzt. Dadurch entsteht in den Rangen ein deutlich blauer Eindruck.

Für die Mannschaft bleibt die Lage dennoch ungewohnt. Bei einem Turnier auf dem nordamerikanischen Kontinent kann die Stimmung in kurzer Zeit zugunsten des jeweiligen Gegners kippen, wenn dessen Diaspora oder reisende Fanorganisation groesser ist. Frankreich trifft im Halbfinale auf Spanien, dessen Anhaenger ebenfalls auf ein weit verzweigtes internationales Netzwerk bauen koennen.

Das Duell in Dallas ist deshalb auch ein Test für die französische Fanbewegung. Die organisierte Unterstuetzung aus Frankreich bleibt begrenzt, während lokale Sympathisanten die Luecken fuellen. Ob die Bleus am 14. Juli von einer klar erkennbaren französischen Kulisse getragen werden, haengt weniger von der Zahl der Reisenden als von der Mobilisierung der bereits in den USA anwesenden Fans ab.

Quellen

  • Franceinfo
  • FIFA
  • Fédération Française de Football
  • L'Équipe