Zurück

NEWSDESK · 12.07.2026

Französin nach Waldbrand in Andalusien unter Vermissten

Los Gallardos – 11.07.2026: Nach dem verheerenden Waldbrand in der andalusischen Provinz Almeria befindet sich eine Französin unter den vermissten Personen. Das teilte das französische Ministerium für Europa und auswärtige Angelegenheiten nach Angaben von Franceinfo mit. Die konsularischen Dienste stehen demnach mit den spanischen Behörden in Verbindung. Angaben zur Identität der Betroffenen oder zu den Umständen ihres Verschwindens wurden zunächst nicht veröffentlicht.

Der Brand war am Donnerstag, 9. Juli, in der Umgebung der Gemeinde Los Gallardos ausgebrochen und hatte sich wegen schwieriger Wetterbedingungen rasch ausgebreitet. Nach dem am Samstagabend verfügbaren Stand kamen mindestens zwölf Menschen ums Leben. Die Zahl der Vermissten blieb zunächst hoch; die Behörden und Rettungskräfte setzten ihre Suchaktionen in dem schwer zugänglichen Gelände fort.

Die Regionalregierung Andalusiens bezifferte die betroffene Fläche am 11. Juli auf rund 6.600 Hektar. Nach Behördenangaben hatte das Feuer im Laufe des Tages nicht weiter an Ausdehnung gewonnen. Günstigere Wetterbedingungen ermöglichten es den Einsatzkräften, stärker gegen die Flammen vorzugehen, nachdem zuvor vor allem der Schutz von Ortschaften, Bewohnern und Verkehrswegen im Vordergrund gestanden hatte.

An den Löscharbeiten beteiligten sich Einheiten des andalusischen Waldbranddienstes Infoca, Feuerwehrkräfte, die militärische Notfalleinheit UME sowie weitere Verstärkungen. Die Einsatzleitung befand sich in der Nähe von Turre. Mehrere Siedlungen im Umfeld von Los Gallardos und Bedar waren vorsorglich geräumt worden. Am Samstag konnten nach Angaben spanischer Medien rund 600 zuvor evakuierte Menschen in ihre Wohnorte zurückkehren.

Die Opferbilanz bleibt vorläufig. Die Identifizierung der Toten und die Suche nach weiteren Betroffenen werden durch die Ausdehnung des Brandgebiets und die Schäden an Wegen und Vegetation erschwert. Forensische Teams wurden eingesetzt, während die Guardia Civil Suchmaßnahmen in den betroffenen Zonen unterstützte. Die Behörden riefen Einwohner und Besucher dazu auf, abgesperrte Bereiche nicht zu betreten und Anweisungen der Einsatzkräfte zu befolgen.

Für französische Staatsangehörige in Spanien ist das Krisen- und Unterstützungszentrum des Außenministeriums für konsularische Hilfe zuständig. Das Ministerium hatte bereits am 10. Juli eine Warnung für das Gebiet von Los Gallardos veröffentlicht. Reisende in der Region sollen offizielle Hinweise beachten und bei einer akuten Gefährdung die spanischen Notruf- und Rettungsdienste kontaktieren.

Der Brand von Los Gallardos zählt wegen der Zahl der Todesopfer zu den schwersten Waldbrandkatastrophen Spaniens der vergangenen Jahre. Die aktuelle Entwicklung deutet auf eine Entspannung an der Feuerfront hin, bedeutet jedoch noch keine endgültige Entwarnung. Entscheidend bleiben die vollständige Stabilisierung des Brandes, die Suche nach Vermissten und die Klärung der Ursache.

Quellen

  • Franceinfo
  • Frankreichs Ministerium für Europa und auswärtige Angelegenheiten
  • Europa Press
  • EFE
  • El Pais