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NEWSDESK · 09.06.2026

Französische Banken reduzieren Finanzierung fossiler Energien im Jahr 2025 – Ausnahme Société Générale

Paris – 09.06.2026: Laut dem Jahresbericht der NGO Reclaim Finance, der am Dienstag von Franceinfo konsultiert wurde, sind die Investitionen französischer Banken in fossile Energien innerhalb eines Jahres von 18 auf 16 Milliarden Dollar gesunken. Diese Entwicklung zeigt einen Trend zur Reduzierung der finanziellen Unterstützung für fossile Brennstoffe.

Trotz dieses Rückgangs bleibt die Société Générale eine Ausnahme. Sie hat ihre Investitionen in fossile Energien im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr nicht verringert. Im Gegenteil, der Bericht von Reclaim Finance weist darauf hin, dass die Société Générale ihre Finanzierung für fossile Brennstoffe sogar erhöht hat. Dies steht im Widerspruch zu den allgemeinen Bemühungen der Branche, die Finanzierung fossiler Energien zu reduzieren.

Die französischen Banken haben jedoch insgesamt ihre Investitionen in erneuerbare Energien deutlich gesteigert. Im Jahr 2025 beliefen sich die Finanzierungen für erneuerbare Energien auf 102 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 92 % innerhalb von drei Jahren entspricht. Zudem stieg das Volumen der grünen und nachhaltigen Kredite in den Bilanzen der Banken um 8,3 %, von 471 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf 510 Milliarden Euro im Jahr 2025.

Trotz dieser Fortschritte bleibt die Finanzierung fossiler Energien ein umstrittenes Thema. Einige Banken, darunter die Société Générale, haben ihre Investitionen in fossile Brennstoffe erhöht, was Fragen zur Kohärenz ihrer Klimaschutzstrategien aufwirft. Diese Diskrepanzen haben zu Kritik von Umweltorganisationen geführt, die eine konsequentere Ausrichtung der Finanzierungen auf nachhaltige Projekte fordern.

Die Société Générale hat jedoch Schritte unternommen, um ihre Aktivitäten zu dekarbonisieren. Sie hat sich verpflichtet, bis 2030 vollständig aus dem Bereich der thermischen Kohle auszutreten, zunächst in der EU und der OECD und weltweit bis 2040. Zudem hat die Bank angekündigt, ihre Exponierung gegenüber der upstream Öl- und Gasindustrie bis 2030 um 80 % im Vergleich zu 2019 zu reduzieren, mit einem Zwischenziel von 50 % bis Ende 2025.

Trotz dieser Verpflichtungen bleibt die Frage offen, ob die aktuellen Investitionsentscheidungen der Société Générale mit ihren langfristigen Klimazielen in Einklang stehen. Die Bank steht unter Druck, ihre Finanzierungsstrategien transparenter zu gestalten und sicherzustellen, dass ihre Investitionen mit den globalen Klimazielen übereinstimmen.

Insgesamt zeigt die Entwicklung, dass die französischen Banken Fortschritte bei der Finanzierung erneuerbarer Energien machen, jedoch weiterhin Herausforderungen bei der Reduzierung der Unterstützung für fossile Brennstoffe bestehen. Die Société Générale steht dabei im Fokus, da ihre Investitionsentscheidungen maßgeblich die Wahrnehmung der Branche hinsichtlich ihrer Klimaverpflichtungen beeinflussen.

Die Diskussion über die Finanzierung fossiler Energien bleibt ein zentrales Thema im Kontext der globalen Bemühungen um den Klimaschutz. Es wird erwartet, dass weitere Analysen und Berichte in den kommenden Monaten veröffentlicht werden, um die Entwicklungen in diesem Bereich genauer zu beleuchten.