Zurück

NEWSDESK · 05.07.2026

Großbrand bei Rochefort-du-Gard: Lkw-Feuer entfacht Vegetationsbrand – A9 zeitweise gesperrt

Rochefort-du-Gard – 05.07.2026: Ein nach dem Brand eines Lastwagens auf der Autobahn A9 ausgebrochener Vegetationsbrand hat am 4. Juli 2026 weite Flächen im Département Gard erfasst. Dichte Rauchschwaden zogen über die Umgebung, die Autobahn wurde großräumig gesperrt und der Verkehr örtlich umgeleitet. Nach Angaben der Behörden griffen die Flammen in trockenem Busch- und Strauchbestand rasch um sich.

Die Präfektur des Gard und der départementale Feuerwehr- und Rettungsdienst mobilisierten am Freitag erhebliche Mittel an Boden und in der Luft. Vor Ort waren Dutzende Einsatzfahrzeuge und rund hundert Feuerwehrleute im Einsatz, unterstützt von mehreren Löschflugzeugen und Wasserabwurfhubschraubern. Ihr Ziel war es, die Flammen an natürlichen und künstlichen Barrieren zu stoppen und Wohngebiete am Rand von Rochefort-du-Gard zu schützen.

Ersten Schätzungen zufolge verbrannten mehrere Dutzend Hektar Vegetation; lokale Medien nennen Größenordnungen zwischen etwa 40 und 60 Hektar. Die A9 wurde in Fahrtrichtung Norden zwischen Remoulins und Roquemaure vollständig gesperrt, in Gegenrichtung kam es zu langen Staus und zeitweisen Blockaden. Die Wiederöffnung erfolgte abschnittsweise, sobald Glutnester abgelöscht und Sicht sowie Fahrbahn wieder sicher waren. Einsatzkräfte begleiteten den Verkehr bei Bedarf mit kolonnenweiser Führung.

Die Feuerwehr betonte, dass das schnelle und koordinierte Vorgehen am Boden und aus der Luft entscheidend war, um ein Übergreifen der Flammen auf bewohnte Zonen zu verhindern. Einzelne Häuser wurden vorsorglich geräumt oder aktiv geschützt. Nach bisherigem Kenntnisstand gab es keine Todesopfer; Meldungen über Verletzte lagen am Samstagvormittag nicht vor. Die Präfektur behielt Schutz- und Verkehrsmaßnahmen über den Abend hinaus bei und riet Anwohnenden, Fenster geschlossen zu halten und Zufahrten für Einsatzfahrzeuge freizuhalten.

Als auslösend gilt der Brand eines Lastwagens auf dem Autobahnabschnitt, dessen Hitzeentwicklung und Funkenflug das nahegelegene Buschwerk entzündeten. Vor dem Hintergrund anhaltender Trockenheit und hoher Temperaturen war die Ausbreitungsgefahr erhöht; die Behörden hatten bereits auf ein erhöhtes Risiko hingewiesen und mehrere Zonen als besonders brandgefährdet klassifiziert. Frankreichweit wurden für das Wochenende zahlreiche Départements mit erhöhter Waldbrandgefahr gelistet.

Die Ermittlungen zu Ursache und Ablauf des Lkw-Brands dauern an. Parallel kündigte die Präfektur zusätzliche Verkehrskontrollen und Sicherheitshinweise für Fahrende an, darunter striktes Haltverbot in brandgefährdeten Abschnitten, Rauchverbot nahe Vegetation und das Unterlassen aller offenen Feuer. Löschtrupps bleiben mit Nachsorgekräften im Gelände, um Glutnester zu bekämpfen und ein Wiederaufflammen zu verhindern. Die Lage wird weiter engmaschig überwacht.

Quellen

  • Präfektur Gard (gard.gouv.fr)
  • Le Dauphiné Libéré
  • Franceinfo (JT 20h)