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NEWSDESK · 19.07.2026

Großbrand bei Saragossa verwüstet mehr als 15.000 Hektar

Orés – 19.07.2026: Der große Waldbrand in der Region Cinco Villas in der nordostspanischen Provinz Saragossa hat nach jüngsten Schätzungen rund 15.400 Hektar Vegetation zerstört. Das Feuer war am Mittwoch, 15. Juli, nahe Orés ausgebrochen und gilt als bislang flächenmäßig größter Brand der spanischen Saison 2026. Die Brandzone erstreckt sich über einen Umfang von ungefähr 60 Kilometern.

Die Löscharbeiten bleiben wegen der Ausdehnung des Feuers anspruchsvoll. Nach Angaben regionaler Behörden und übereinstimmenden Medienberichten war der Brand am Freitag, 17. Juli, noch nicht vollständig unter Kontrolle. Starker Wind und sehr trockene Vegetation hatten die Ausbreitung in den ersten Tagen begünstigt. Hunderte Feuerwehrkräfte sowie zahlreiche Löschflugzeuge und Hubschrauber wurden in der betroffenen Berg- und Waldregion eingesetzt.

Mehrere Ortschaften mussten vorsorglich geräumt werden. Betroffen waren unter anderem Orés, Asín, Luesia, Malpica de Arba und Uncastillo in der Provinz Saragossa sowie Petilla de Aragón in der benachbarten Region Navarra. Tausende Menschen waren zeitweise von Einschränkungen betroffen, weil Zufahrtsstraßen gesperrt oder Aufenthalte in gefährdeten Gebieten untersagt wurden.

Die Einsatzleitungen konzentrierten sich zunächst darauf, Wohnhäuser und Verkehrswege zu schützen und ein Übergreifen der Flammen auf weitere Siedlungen zu verhindern. In der Nacht arbeiteten die Kräfte besonders an den Rändern der Brandfläche. Die genaue Ursache des Feuers war zunächst nicht offiziell bekannt. Angaben über mögliche Verletzte oder Todesopfer im Zusammenhang mit diesem Brand lagen in den jüngsten Berichten nicht vor.

Das Feuer trifft Aragón in einer Phase außergewöhnlicher Sommerhitze und hoher Trockenheit. In solchen Wetterlagen können sich Brände in Buschland, Kiefernwäldern und schwer zugänglichen Tälern schnell ausweiten. Für die Einsatzkräfte erschweren wechselnde Windrichtungen die Planung, weil Glut und Funken neue Brandherde in einiger Entfernung auslösen können.

Die Behörden bewerten die zerstörte Fläche weiter als vorläufige Bilanz. Satellitenbilder des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus dokumentierten bereits am 17. Juli das große Ausmaß der betroffenen Landschaft. Die Zahlen können sich ändern, sobald die Brandgrenzen vollständig kartiert sind und geklärt ist, welche Flächen dauerhaft beschädigt wurden.

Für Spanien ist der Brand bei Orés ein weiterer schwerer Belastungstest zu Beginn der Hochsaison für Vegetationsbrände. Entscheidend für die kommenden Tage bleibt, ob die Feuerwehr die noch aktiven Bereiche dauerhaft eindämmen kann. Die Behörden rufen Bewohner und Reisende in der Umgebung dazu auf, behördliche Anweisungen zu beachten, gesperrte Straßen nicht zu nutzen und keine Aktivitäten auszuüben, die neue Brände auslösen könnten.

Quellen

  • Franceinfo
  • Euronews
  • Reuters Connect
  • Copernicus