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Daniel Ivers · 03.07.2026

Hauptverdächtige nach Explosion in Monaco identifiziert – internationaler Haftbefehl erlassen

Monaco – 03.07.2026: Nach der Explosion in einem Wohnhaus im Fürstentum Monaco, bei der drei Menschen verletzt wurden, haben die Behörden eine Hauptverdächtige identifiziert und die internationale Fahndung eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft bestätigte, dass ein Haftbefehl erlassen wurde und über Interpol eine weltweite Ausschreibung beantragt ist. Die Ermittlungen deuten auf eine gezielt geplante Tat hin, die sich offenbar gegen eine bestimmte Person richtete.

Die Detonation hatte sich am 29. Juni im Eingangsbereich eines Mehrparteienhauses ereignet. Nach bisherigen Erkenntnissen handelte es sich um ein improvisiertes Sprenggerät, das kurz vor der Explosion im Treppenhaus platziert worden sein soll. Drei Bewohner erlitten Verletzungen. Medien berichten, unter den Betroffenen sei der Geschäftsmann Vadim Ermolaev, der aus der Ukraine stammt und seit Jahren in Monaco lebt. Offizielle Angaben zu seiner Identität machten die Behörden nicht.

Laut Staatsanwaltschaft führten die Auswertung von Videoaufnahmen sowie mehrere Zeugenaussagen zur Identifizierung der mutmaßlichen Täterin. Überwachungskameras sollen eine Person mit dunkler Kopfbedeckung zeigen, die sich unmittelbar vor der Detonation im Umfeld des Gebäudes aufhielt und einen Gegenstand deponierte. Konkrete Angaben zu Motiv, Hintermännern oder einem möglichen Tatnetzwerk machten die Ermittler mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht.

Die Zusammenarbeit zwischen den monegassischen und französischen Behörden ist nach offiziellen Mitteilungen eng abgestimmt. Spuren führen demnach auch in angrenzende Gemeinden an der Côte d’Azur. Verletzte wurden zur Behandlung in Krankenhäuser in der Region gebracht, darunter eine Frau nach Nizza. Die Regierung des Fürstentums erklärte, es gebe derzeit keine Hinweise auf eine akute Gefährdung der breiten Bevölkerung; die Sicherheitsbehörden behielten sensible Orte dennoch im Blick.

Mit dem internationalen Haftbefehl und der beantragten Interpol-Ausschreibung soll die Festnahme der Verdächtigen auch außerhalb des Fürstentums erleichtert werden. Solche Maßnahmen kommen in Fällen schwerer Gewalt- oder Sprengstoffdelikte zum Einsatz, wenn Flucht ins Ausland nicht auszuschließen ist. Ermittler prüfen zugleich, ob die Tatvorbereitung auf lokale Helfer oder Kontakte im Ausland hindeutet.

Die Staatsanwaltschaft ruft Personen, die zum Tatabend Beobachtungen im Umfeld des betroffenen Hauses gemacht haben, zur Kontaktaufnahme mit der Polizei von Monaco oder den zuständigen Dienststellen in Frankreich auf. Hinweise zur Beschaffenheit des Sprengsatzes, zu genutzten Fluchtwegen oder zu aufgefallenen Fahrzeugen können für die Spurensicherung und die länderübergreifende Fahndung entscheidend sein.

Quellen

  • Franceinfo
  • AP News
  • Le Monde
  • TF1 Info
  • Euronews
  • Swissinfo