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NEWSDESK · 24.05.2026

Hitzewelle in Frankreich am 24. Mai 2026

Paris – 24.05.2026: Frankreich erlebt am 24. Mai 2026 eine außergewöhnliche Hitzewelle, die das Land von Nordwesten bis Südosten erfasst. In westlichen Städten wie Nantes, La Rochelle und Brest werden Temperaturen von 10 bis 15°C über dem saisonalen Durchschnitt erwartet. Diese plötzliche und extreme Temperaturerhöhung, beeinflusst durch ein Hochdruckgebiet und warme Luftmassen aus Nordafrika, unterstreicht die zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels auf die Wetterbedingungen.

Der nationale Temperaturdurchschnitt wird voraussichtlich einen neuen Mai-Rekord aufstellen und den bisherigen Höchstwert von 22,9°C übertreffen. Solche frühen, intensiven und langanhaltenden Hitzewellen werden seit 2000 doppelt so häufig registriert wie zuvor. Bemerkenswert ist der scharfe Kontrast zum kühleren Wetter nur eine Woche zuvor, mit Temperaturanstiegen von bis zu 15°C in weniger als zehn Tagen.

Wissenschaftliche Studien bestätigen, dass solche schnellen Temperaturwechsel, sogenannte "thermische Sprünge", weltweit aufgrund des Klimawandels zunehmen. Diese Volatilität belastet die menschliche Gesundheit, die Landwirtschaft und die Energiesysteme und erfordert eine schnelle Anpassung. Forscher verweisen auf den destabilisierten Einfluss des Klimawandels auf atmosphärische Dynamiken, einschließlich des Jetstreams und der Drucksysteme.

Diese Hitzewelle wird voraussichtlich bis zum Pfingstwochenende anhalten und sich verstärken, mit einem Höhepunkt am Montag oder Dienstag. Im Südwesten, insbesondere im Süden von Aquitanien, werden Höchsttemperaturen von über 35°C prognostiziert. Entlang der Atlantikküste werden Temperaturen von 35°C in Nantes, 34°C in La Rochelle und 33°C in Brest erwartet, was 10°C bis 15°C über dem Normalwert liegt. Bereits am Freitag wurden im Süden Höchsttemperaturen von 35,2°C in Capbreton, 35,1°C in Belin-Béliet und 32,9°C in Angoulême gemessen. In weiten Teilen des Westens wurden bereits Mai-Temperaturrekorde gebrochen oder werden erwartet.

Dieses Phänomen wird durch ein klassisches Wettermuster verursacht: Eine warme Luftmasse zieht allmählich von Marokko über die Iberische Halbinsel nach Frankreich. Hinzu kommt das Phänomen des "Hitzedomes". Diese Hochdrucksysteme in großen Höhen wirken wie ein Deckel, der warme Luft einschließt und sie weiter nach unten drückt, was die Temperaturen zusätzlich erhöht. Es wird erwartet, dass sich dieses Hochdruckgebiet nächste Woche im Nordosten des Landes auflöst, wenn kühlere Luftmassen eintreffen.

Aufgrund des Klimawandels sind solche extremen Wetterereignisse häufiger und intensiver. Frankreich hat seit 2000 doppelt so viele Hitzewellen erlebt wie zuvor. Diese Entwicklung erfordert Anpassungsstrategien in verschiedenen Bereichen, um den Herausforderungen des sich wandelnden Klimas zu begegnen.

Quellen

  • Le Monde