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Nachrichten.fr · 06.07.2026

Hitzewelle in Frankreich: Drohen ab dem 6. Juli tatsächlich bis zu 45 Grad?

In den vergangenen Tagen sorgten in sozialen Netzwerken zahlreiche Wetterkarten für Aufsehen. Dort war von einer extremen Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 45 Grad Celsius in weiten Teilen Frankreichs die Rede. Die kurze Antwort lautet jedoch: Nein. Nach aktuellem Stand der Wetterprognosen gilt ein flächendeckendes Erreichen solcher Höchstwerte nicht als wahrscheinlich.

Fest steht allerdings, dass Frankreich seit Beginn der Woche erneut von einer ausgeprägten Hitzewelle erfasst wird. Meteorologen rechnen mit einer intensiven Wärmeperiode, die sich schrittweise über große Teile des Landes ausbreitet. Besonders im Süden sowie in den zentralen Landesteilen steigen die Temperaturen vielerorts auf 37 bis 41 Grad Celsius.

Der Ursprung der 45-Grad-Meldungen liegt in Wettermodellen, die bereits Tage zuvor im Internet verbreitet wurden. Solche Modelle berechnen verschiedene mögliche Wetterentwicklungen und liefern keine endgültigen Vorhersagen. Schon Ende Juni hatten Wetterexperten darauf hingewiesen, dass dieses Extremszenario mit großer Vorsicht betrachtet werden müsse.

Inzwischen zeichnen die aktuellen Prognosen ein deutlich klareres Bild. Die Hitze fällt zwar außergewöhnlich stark aus, bleibt aber unter den zuvor befürchteten Rekordwerten. Erschwerend kommt hinzu, dass auch die Nächte kaum Abkühlung bringen. Tiefstwerte zwischen 20 und 25 Grad sorgen dafür, dass Gebäude und Böden nur wenig Wärme verlieren. Gerade für ältere Menschen, Kinder und gesundheitlich angeschlagene Personen erhöht das die körperliche Belastung erheblich.

Nach derzeitiger Einschätzung dürfte die Hitzewelle bis zur Monatsmitte anhalten. Mit jedem weiteren heißen Tag wächst die Gefahr von Wald- und Flächenbränden. Gleichzeitig steigt die Belastung für Landwirtschaft, Natur und Energieversorgung. Viele Regionen bereiten sich deshalb auf anhaltend hohe Temperaturen vor.

Temperaturen von 45 Grad schließen Meteorologen zwar nicht vollständig aus, allerdings nur in eng begrenzten Gebieten und unter außergewöhnlichen Bedingungen. Für den überwiegenden Teil Frankreichs gilt dieses Szenario derzeit nicht als Referenzprognose. Mehrere Wetterfachleute kritisierten daher die in sozialen Medien verbreiteten Behauptungen als übertrieben und nicht durch die aktuellen Vorhersagen gedeckt.

Unterm Strich erlebt Frankreich ab dem 6. Juli eine neue, ernst zu nehmende Hitzewelle. Die wahrscheinlichsten Höchsttemperaturen liegen jedoch zwischen 37 und 41 Grad. Einzelne Regionen könnten lokal etwas höhere Werte erreichen – eine landesweite Hitzewelle mit 45 Grad zeichnet sich nach aktuellem Kenntnisstand jedoch nicht ab.

Von Andreas M. Brucker