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NEWSDESK · 26.05.2026

Illegale Wildtierhaltung in Frankreich: Ein wachsendes Problem

Illustration Nachrichten.fr

Paris – 26.05.2026: In Frankreich steigt die Nachfrage nach exotischen Tieren wie Luchsen, Fenneks und Servalen. Diese Tiere sind in der Natur geschützt und dürfen nicht in Gefangenschaft gehalten werden. Trotz dieser gesetzlichen Bestimmungen sind solche Tiere über das Internet leicht zu erwerben, was den illegalen Handel fördert.

Der Besitz geschützter Tiere ist in Frankreich strengstens verboten und kann mit bis zu drei Jahren Haft geahndet werden. Trotz dieser strengen Gesetze floriert der illegale Handel mit Wildtieren, insbesondere über Online-Plattformen. Eine Studie des International Fund for Animal Welfare (IFAW) aus dem Jahr 2018 ergab, dass 80 bis 90 Prozent der im Internet angebotenen Tiere illegal sind.

Der illegale Handel mit Wildtieren ist ein globales Problem, das nicht nur die betroffenen Tiere gefährdet, sondern auch die öffentliche Gesundheit. Wildtiermärkte mit niedrigen Hygienestandards können zur Übertragung von Infektionskrankheiten auf den Menschen beitragen. Der WWF betont, dass der illegale Handel mit Wildtieren eine ernsthafte Bedrohung für die biologische Vielfalt darstellt und dringend bekämpft werden muss.

Um diesem Problem entgegenzuwirken, hat die Europäische Union den Digital Services Act (DSA) verabschiedet, der Online-Plattformen verpflichtet, illegale Aktivitäten, einschließlich des Handels mit Wildtieren, zu verhindern. Dieser Gesetzesentwurf zielt darauf ab, die Verantwortung der Plattformbetreiber zu stärken und den illegalen Handel im Internet einzudämmen.

Trotz dieser gesetzlichen Maßnahmen bleibt der illegale Handel mit Wildtieren ein ernstes Problem. Es ist daher wichtig, dass sowohl die Behörden als auch die Öffentlichkeit verstärkt auf die Gefahren und Konsequenzen dieses Handels aufmerksam gemacht werden. Nur durch gemeinsame Anstrengungen kann der Schutz gefährdeter Tierarten gewährleistet und der illegale Handel effektiv bekämpft werden.

Die französischen Behörden haben in der Vergangenheit bereits Maßnahmen ergriffen, um den illegalen Handel mit Wildtieren zu bekämpfen. So wurden beispielsweise in Cahors im Süden des Landes mehrere Personen wegen des illegalen Handels mit geschützten Vögeln vor Gericht gestellt. Dieser Prozess gilt als der größte seiner Art in Frankreich.

Trotz dieser Bemühungen bleibt der illegale Handel mit Wildtieren ein ernstes Problem. Es ist daher wichtig, dass sowohl die Behörden als auch die Öffentlichkeit verstärkt auf die Gefahren und Konsequenzen dieses Handels aufmerksam gemacht werden. Nur durch gemeinsame Anstrengungen kann der Schutz gefährdeter Tierarten gewährleistet und der illegale Handel effektiv bekämpft werden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der illegale Handel mit Wildtieren in Frankreich ein wachsendes Problem darstellt. Trotz strenger Gesetze und internationaler Bemühungen bleibt der Handel mit geschützten Arten ein ernstes Risiko für die biologische Vielfalt und die öffentliche Gesundheit. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, dass sowohl die Behörden als auch die Öffentlichkeit verstärkt auf dieses Problem aufmerksam gemacht werden und gemeinsam Maßnahmen ergreifen, um den illegalen Handel zu bekämpfen.

Quellen

  • STERN.de
  • IFAW
  • WWF