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Nachrichten.fr · February 6, 2025

Grenzerfahrung auf zwei Kufen: Mit dem Moonbike durch die Alpen

Die Luft ist klar, der Schnee glitzert – und vor uns erstreckt sich eine unberührte weiße Landschaft. Wir stehen am Col de Larche, direkt an der französisch-italienischen Grenze. Doch statt Skiern oder Schneeschuhen haben wir etwas anderes unter den Füßen: das Moonbike, ein elektrisches Schneemotorrad, das lautlos über die Hänge gleitet. Kein röhrender Motor, keine Abgase – nur wir, der Schnee und die Berge.

Olivier Jean, unser Guide für heute, begrüßt uns mit einem breiten Grinsen. Drei von uns wagen sich zum ersten Mal auf diese futuristischen Gefährte. Und was sollen wir sagen? Die Vorfreude steigt ins Unermessliche.


Das Moonbike – ein elektrisches Schneemotorrad mit Zukunft

Ein Blick auf das Gefährt verrät: Das hier ist keine gewöhnliche Schneemaschine. Vorne ein breiter Ski, hinten eine Raupe, dazwischen ein schlanker Rahmen mit einem leistungsstarken Elektromotor. Keine Auspuffrohre, kein Lärm – nur pure Fahrfreude.

Nach einer kurzen Einweisung geht es los. Erst vorsichtig, dann mutiger. Der Lenker reagiert direkt, das Fahren fühlt sich intuitiv an. Und das Beste? Kein dröhnender Motor, der die Stille der Berge zerstört. Nur das leise Surren des elektrischen Antriebs und das Knirschen des Schnees unter uns.


Hinauf auf über 2.000 Meter – ein Fahrgefühl wie kein anderes

Der erste Hang liegt hinter uns – Zeit, die Gipfel zu erobern! Olivier gibt das Zeichen, und wir folgen ihm über verschneite Pisten, durch kleine Waldstücke und hinauf in höhere Lagen. Der Schnee stiebt, die Wintersonne spiegelt sich in den Eiskristallen, und mit jedem Höhenmeter wird die Aussicht spektakulärer.

Könnte man sich freier fühlen? Wahrscheinlich nicht.

Bei einer kurzen Pause blicken wir über das Tal – links Frankreich, rechts Italien. Der Wind trägt den Duft von frisch gefallenem Schnee mit sich, und für einen Moment ist alles still. Keine Skilifte, keine Touristenmassen, nur die Weite der Berge.


Natur erleben – ohne sie zu stören

Die große Besonderheit des Moonbikes? Es ist völlig emissionsfrei. Keine Abgase, kein lauter Motor, der die Wildtiere aufschreckt. In einer Welt, in der immer mehr Menschen nach nachhaltigen Alternativen suchen, ist das ein echter Gamechanger.

Während herkömmliche Motorschlitten für viele Naturliebhaber ein Dorn im Auge sind, zeigt das Moonbike, dass es auch anders geht. Selbst in sensiblen Bergregionen kann man so das Abenteuer genießen – ohne der Umwelt zu schaden.


Ein Tag, der bleibt

Nach einigen Stunden durch unberührte Schneelandschaften neigt sich unser Abenteuer dem Ende zu. Die letzte Abfahrt steht an – und niemand will, dass es vorbei ist.

Unten angekommen, schauen wir uns an und lachen. Was für ein Tag! Dieses Gefühl von Freiheit, die Stille der Berge, das sanfte Dahingleiten durch den Schnee – all das wird uns lange in Erinnerung bleiben.

Und wer weiß? Vielleicht ist das Moonbike nicht nur ein Trend, sondern die Zukunft des Wintersports.

Ein Reisebericht von V.O.Yager