Zurück

NEWSDESK · 19.07.2026

Katze fast vier Wochen nach Erdbeben aus Truemmern in Venezuela gerettet

La Guaira – 19.07.2026: Fast vier Wochen nach dem schweren Doppelbeben in Venezuela ist in einem eingestuerzten Gebäude eine Katze lebend geborgen worden. Ein Student, der nach einer vermissten Freundin in den Truemmern suchte, entdeckte das Tier und uebergab es weiteren Helfern. Die Rettung zeigt, dass die Folgen der Katastrophe auch für zahlreiche Haustiere in den betroffenen Stadtvierteln weiter anhalten.

Die Katze wurde zu einem nahegelegenen Einsatzpunkt gebracht, an dem Veterinaere Tiere aus den zerstoerten Wohngebieten versorgen. Nach Angaben zum Einsatz war ihr Fell mit Staub bedeckt, zudem musste sie mit einer Injektion gegen Fluessigkeitsmangel stabilisiert werden. Das medizinische Team reinigte das Tier und bereitete seine Unterbringung in einem Tierheim vor.

Das Doppelbeben hatte Venezuela am 24.06.2026 getroffen und insbesondere den Bundesstaat La Guaira nahe Caracas schwer beschädigt. In den Wochen danach suchten Familien, Freiwillige und professionelle Rettungskraefte weiterhin in eingestuerzten Haeusern nach Vermissten. Neben Menschen wurden auch Hunde und Katzen aus zerstoerten Gebäuden gerettet oder in den betroffenen Vierteln aufgegriffen.

Tierschutzorganisationen und freiwillige Helfer haben in La Guaira und Caracas provisorische Versorgungsstellen eingerichtet. Dort erhalten verletzte oder dehydrierte Tiere Futter, Wasser und medizinische Hilfe. Ein Teil der Tiere kann nach der Identifizierung wieder mit seinen Besitzern zusammengefuehrt werden. Für Tiere, deren Familien nicht auffindbar sind oder deren Wohnungen zerstoert wurden, werden Pflegeplaetze und dauerhafte Unterkuenfte gesucht.

Die Rettung der Katze geschah während der Student weiter nach seiner Freundin suchte. Ob die Vermisste inzwischen gefunden wurde, wurde nicht mitgeteilt. Für die Helfer vor Ort bleibt die Lage schwierig: Viele Gebäude sind instabil, und Zugangswege zu einzelnen Truemmerfeldern sind nur eingeschraenkt nutzbar. Deshalb erfolgen Durchsuchungen und Bergungen unter Sicherheitsvorkehrungen.

Die Arbeit der Veterinaere ist Teil der breiteren Nothilfe nach dem Erdbeben. Mobile Teams behandeln Tiere, die durch Einstuerze, Hitze, fehlendes Trinkwasser oder die Trennung von ihren Haltern geschwaecht sind. Auch nach Wochen werden noch Katzen und Hunde entdeckt, die in Haeusern eingeschlossen waren oder orientierungslos durch die zerstoerten Quartiere laufen.

Mit der Aufnahme im Tierheim soll die nun gerettete Katze weiter beobachtet und versorgt werden. Zugleich unterstreicht der Fall den Bedarf an langfristiger Hilfe für Tiere in den Erdbebengebieten. Für viele Familien gehoeren sie zum Haushalt; ihre Rettung und die Suche nach ihren Besitzern sind daher inzwischen ein fester Bestandteil der Hilfseinsaetze in La Guaira.

Quellen

  • Franceinfo
  • Reuters
  • Humane World for Animals