Es beginnt immer harmlos. Erst schließt der kleine Laden an der Ecke. Dann verschwindet die Apotheke. Irgendwann macht die Post dicht. Offiziell heißt das dann „wirtschaftliche Anpassung“, „Neuorganisation“ oder „Optimierung des Angebots“. Wörter aus klimatisierten Besprechungsräumen, geschniegelt wie ein Pressesprecher im Fernsehen. Doch draußen, auf den Straßen von Nîmes, klingt das anders. Dort hören die Menschen nur noch eines: Ihr seid uns egal. Und genau darin liegt die eigentliche Katastrophe. Denn eine Postfiliale ist nicht bloß ein Ort für Briefmarken und Pakete. Sie ist Licht, Bewegung, Alltag, Begegnung. Sie ist ...
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