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NEWSDESK · 05.06.2026

Legrand kündigt Schließung von vier französischen Standorten und 178 Stellenstreichungen bis 2028 an

Paris – 05.06.2026: Der französische Elektrokonzern Legrand hat eine umfassende Umstrukturierung angekündigt, die die Schließung von vier Produktionsstätten und den Abbau von 178 Arbeitsplätzen bis Ende 2028 umfasst. Betroffen sind die Standorte Pont-en-Royans (Isère), Lagord (Charente-Maritime), Confolens (Charente) und Châlus (Haute-Vienne). Die Produktionsaktivitäten dieser Werke sollen auf andere französische Standorte verlagert werden, darunter Magré (Haute-Vienne), Sitel (Haute-Vienne), Sillé-le-Guillaume (Sarthe) und Saint-Marcellin (Isère).

Legrand begründet die Umstrukturierung mit der anhaltenden Krise im Bausektor, dem Wettbewerb aus Niedriglohnländern und der Notwendigkeit, verstärkt in Bereiche wie die Energiewende, digitale Technologien und Rechenzentren zu investieren. Trotz der Schließungen plant das Unternehmen, bis 2028 über 80 Millionen Euro in Frankreich zu investieren, wobei 20 Millionen Euro für die Unterstützung der Verlagerung von Aktivitäten auf andere französische Standorte vorgesehen sind.

Die Gewerkschaft CGT hat Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen der Umstrukturierung auf die Beschäftigung und die Zukunft des Unternehmens in Frankreich geäußert. Sie fordert eine transparente Kommunikation und die Sicherstellung von Arbeitsplätzen für die betroffenen Mitarbeiter.

Legrand, mit Sitz in Limoges (Haute-Vienne), beschäftigt in Frankreich etwa 5.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2025 erzielte das Unternehmen einen Nettogewinn von 1,2 Milliarden Euro bei einem Umsatz von 9,5 Milliarden Euro und strebt für 2026 ein Wachstum von 10 bis 15 Prozent an.

Die geplante Umstrukturierung wird derzeit mit den Arbeitnehmervertretungen diskutiert, wobei Lösungen für interne Versetzungen und freiwillige Altersabgänge angeboten werden. Das Unternehmen betont, dass die Umstrukturierung darauf abzielt, die Wettbewerbsfähigkeit des "Made in France" zu stärken und die Positionen des Unternehmens in Frankreich zu konsolidieren.

Die Schließungen und der Stellenabbau sind Teil einer umfassenderen Strategie von Legrand, sich an die aktuellen Marktbedingungen anzupassen und in zukunftsträchtige Bereiche zu investieren. Die endgültigen Entscheidungen werden nach Abschluss der Konsultationsverfahren mit den Arbeitnehmervertretungen getroffen.

Die Gewerkschaft CGT fordert eine transparente Kommunikation und die Sicherstellung von Arbeitsplätzen für die betroffenen Mitarbeiter. Sie betont die Bedeutung des Standorts Frankreich für Legrand und fordert Maßnahmen zum Erhalt der Arbeitsplätze und zur Sicherstellung der Zukunft des Unternehmens im Land.

Legrand hat bereits Ende 2024 eine Umstrukturierung in Frankreich durchgeführt, um auf die Krise im Bausektor zu reagieren, ohne dass dabei Entlassungen erforderlich waren. Die aktuellen Maßnahmen sind Teil der kontinuierlichen Bemühungen des Unternehmens, sich an die sich verändernden Marktbedingungen anzupassen und seine Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Die endgültigen Auswirkungen der Umstrukturierung auf die Beschäftigung und die Zukunft von Legrand in Frankreich werden von den laufenden Konsultationen mit den Arbeitnehmervertretungen abhängen. Das Unternehmen hat zugesichert, alle betroffenen Mitarbeiter zu unterstützen und Lösungen für interne Versetzungen sowie freiwillige Altersabgänge anzubieten.

Quellen

  • Legrand
  • CGT
  • AFP
  • Legrand France
  • Legrand 2025 Ergebnisse