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Patrice Tiko · 17.06.2026

Lycée Duhamel in Dole setzt sich für Ayomide ein, eine junge Nigerianerin, die von Abschiebung bedroht ist

Dole – 17.06.2026: Der Lycée Duhamel in Dole engagiert sich intensiv für Ayomide Oladuti, eine 16-jährige Nigerianerin, die seit ihrer Ankunft in Frankreich im Jahr 2024 bemerkenswerte Fortschritte gemacht hat. Anfangs sprach sie kein Französisch, doch innerhalb kurzer Zeit hat sie sich hervorragend integriert und besucht nun die 11. Klasse des Gymnasiums. Ihre Lehrer loben ihre schnelle Entwicklung und ihren unermüdlichen Einsatz.

Neben ihren schulischen Erfolgen hat Ayomide auch ihre musikalischen Talente unter Beweis gestellt. Sie trat bei verschiedenen schulischen Veranstaltungen auf und beeindruckte sowohl Mitschüler als auch Lehrer mit ihrer Stimme. Zudem hat sie vor kurzem das Konservatorium von Dole betreten, wo ihre künstlerischen Fähigkeiten bereits Anerkennung finden.

Trotz dieser Erfolge sieht sich Ayomide nun mit der Aussicht konfrontiert, Frankreich verlassen zu müssen. Die Familie Oladuti, bestehend aus Ayomide, ihrer Mutter und ihren Geschwistern, erhielt eine Aufforderung zur Ausreise, da ihre Asylanträge abgelehnt wurden. Diese Entscheidung könnte nicht nur ihre schulische Laufbahn, sondern auch ihre gesamte Zukunft in Frankreich gefährden.

In Reaktion auf diese Situation haben sich die Schulgemeinschaft und die lokale Bevölkerung zusammengeschlossen, um Ayomide zu unterstützen. Lehrer, Schüler, Eltern und andere Unterstützer haben eine Petition gestartet und ein Video erstellt, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen und die Behörden zu bewegen, ihre Entscheidung zu überdenken. Diese kollektiven Anstrengungen zielen darauf ab, Ayomide und ihrer Familie zu ermöglichen, in Frankreich zu bleiben und ihre Zukunft hier fortzusetzen.

Die Unterstützung für Ayomide ist Teil einer größeren Bewegung in Frankreich, bei der Bildungseinrichtungen und Gemeinden sich für Schüler einsetzen, die von Abschiebung bedroht sind. Ähnliche Fälle wurden in verschiedenen Städten dokumentiert, wobei Schulen und lokale Gemeinschaften aktiv wurden, um den Verbleib der betroffenen Schüler zu sichern. Diese Solidaritätsaktionen unterstreichen die Bedeutung von Bildung und Integration in der französischen Gesellschaft.

Die Situation von Ayomide bleibt angespannt, und die Schulgemeinschaft von Dole setzt ihre Bemühungen fort, um eine Lösung zu finden, die es ihr ermöglicht, ihre Ausbildung fortzusetzen und ihren Platz in der Gesellschaft zu behaupten. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein, um zu bestimmen, ob die Mobilisierung Früchte trägt und Ayomide in Frankreich bleiben kann.

Insgesamt zeigt dieser Fall die Herausforderungen, vor denen viele junge Migranten in Frankreich stehen, und die Wichtigkeit der Unterstützung durch Bildungseinrichtungen und die Gesellschaft, um ihre Integration und Zukunftsperspektiven zu sichern.

Die Schulgemeinschaft von Dole bleibt entschlossen, Ayomide in ihrem Bestreben zu unterstützen, ihre Ausbildung fortzusetzen und ihren Platz in der französischen Gesellschaft zu finden.

Quellen

  • RCF Haute-Savoie
  • Radio 6
  • Objectif Gard
  • StreetPress
  • Lyon Mag