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NEWSDESK · 14.06.2026

Massive Proteste in Genf gegen G7-Gipfel in Évian

Genf – 14.06.2026: Am 14. Juni 2026 gingen Tausende Menschen in Genf auf die Straße, um gegen den bevorstehenden G7-Gipfel in Évian-les-Bains, Frankreich, zu demonstrieren. Die "No-G7"-Koalition, ein Zusammenschluss von über 60 Organisationen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen, hatte die Proteste geplant. Die Kundgebung fand unter hohen Sicherheitsvorkehrungen statt und verlief friedlich.Die Demonstranten versammelten sich zunächst im Park Mon Repos und zogen anschließend durch zentrale Straßen der Stadt. Mit Plakaten wie "Nein zum G7 und imperialistischen Allianzen" oder „Abschaffen statt Ertragen“ setzten sie ein klares Zeichen gegen die Politik der G7-Staaten. Trotz der deutlichen Kritik blieben Zwischenfälle aus.Die Sicherheitsmaßnahmen in Genf waren umfassend und aufwendig. Rund 7.400 Sicherheitskräfte waren im Einsatz, darunter Mitglieder der Kantonspolizei, Verstärkung aus anderen Schweizer Kantonen sowie etwa 4.000 Soldaten der Armee. Geschäfte im Stadtzentrum sicherten ihre Fassaden mit Sperrholzplatten, um Schäden durch mögliche Ausschreitungen vorzubeugen.Die "No-G7"-Koalition kritisierte die starken Sicherheitsvorkehrungen scharf. Sie bezeichnete die Maßnahmen als "Sicherheitsblase", die ohne öffentliche Debatte überzogen verordnet worden seien. Zudem warf sie der Regierung vor, die Meinungsfreiheit einzuschränken.Der G7-Gipfel, der vom 15. bis 17. Juni 2026 in Évian-les-Bains stattfindet, sorgt international für Spannungen. Neben Frankreich hat auch die Schweiz umfangreiche Sicherheitsanstrengungen unternommen, um Proteste und mögliche Zwischenfälle zu verhindern. In Genf wurden zeitweise mehrere Grenzübergänge geschlossen, öffentliche Plätze wie Parks gesperrt und der Nahverkehr angepasst, um die Kontrolle zu erleichtern.Die Zusammenarbeit zwischen Frankreich und der Schweiz ist dabei belastet. Die Schweiz beklagte sich über die einseitige Organisation des Gipfels durch Frankreich ohne Absprache. Offenbar führte dies zu einem vertraulichen Schreiben des Schweizer Bundespräsidenten Guy Parmelin an den französischen Präsidenten Emmanuel Macron, in dem Parmelin seine Kritik an der Planung des Treffens zum Ausdruck brachte.Während des Gipfels plant die "No-G7"-Koalition weitere Aktionen, um ihre Forderungen nach einer gerechteren Weltordnung und ihre Kritik an den als imperialistisch wahrgenommenen Strukturen der G7-Staaten zu verdeutlichen. Die Bewegung stellt sich damit gegen wirtschaftliche und politische Entscheidungen, die sie als ungerecht und kapitalistisch ablehnt.Die Lage in Genf bleibt angespannt. Die Behörden kündigten an, die Sicherheitsvorkehrungen während des Gipfels aufrechtzuerhalten, um öffentliche Ordnung zu gewährleisten und mögliche Auseinandersetzungen frühzeitig zu unterbinden. Weitere Demonstrationen sind erwartbar.Diese Proteste spiegeln die wachsende Skepsis gegenüber den G7-Staaten wider, die sich seit Jahrzehnten als führende westliche Industrieländer verstehen und globale politische, wirtschaftliche sowie sicherheitsrelevante Themen koordinieren. Die Kritik aus der Zivilgesellschaft richtet sich vor allem gegen soziale Ungleichheiten, Umweltschäden und Machtkonzentrationen, die durch ihre Politik gefördert werden sollen.Mit dem G7-Gipfel beginnen somit wieder intensive Debatten über internationale Zusammenarbeit, globale Verantwortung und die zukünftige Gestaltung der Weltordnung – Themen, die auch durch die Proteste in Genf an Sichtbarkeit gewinnen.