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NEWSDESK · 14.07.2026

Mitarbeiter stirbt nach Zusammenbruch beim Abbau am Le-Mans-Circuit

Le Mans – 14.07.2026: Zehn Tage nach dem Ende der 24 Stunden von Le Mans ist der Tod eines Arbeiters auf dem traditionsreichen Rennkurs bekannt geworden. Der 42-Jährige war am 23. Juni beim Abbau temporärer Anlagen im Einsatz, als er am späten Nachmittag einen medizinischen Zusammenbruch erlitt. Zwei Tage später starb er im Krankenhaus. Eine Untersuchung zu den Umständen des Vorfalls läuft.

Nach übereinstimmenden Berichten arbeitete der Mann für ein Dienstleistungsunternehmen, das beim Rückbau der Infrastruktur auf dem Circuit des 24 Heures du Mans eingesetzt war. Gegen 17 Uhr sei es zu dem Notfall gekommen. Angaben zur medizinischen Ursache, zum konkreten Arbeitsablauf und zu möglichen Vorerkrankungen wurden bislang nicht veröffentlicht. Die Identität des Verstorbenen wird aus Rücksicht auf Angehörige nicht genannt.

Der Automobile Club de l'Ouest, Veranstalter der 24 Stunden von Le Mans, erklärte, vom Tod eines Mitarbeiters eines beauftragten Unternehmens betroffen zu sein. Der Verband verwies darauf, dass der Mann bei einer Rückbauoperation auf dem Gelände tätig gewesen sei. Ob und in welcher Form der Veranstalter, das beauftragte Unternehmen oder weitere Stellen in die laufende Untersuchung einbezogen werden, ist öffentlich nicht näher erläutert worden.

Der Einsatz fiel in eine außergewöhnlich heiße Phase Ende Juni. Gerade beim Arbeiten im Freien können körperliche Belastung, direkte Sonneneinstrahlung, fehlende Abkühlung und Flüssigkeitsverlust das Risiko eines Unwohlseins deutlich erhöhen. Daraus lässt sich jedoch im Einzelfall keine Ursache ableiten. Ob die Hitze zum Tod des Arbeiters beigetragen hat, muss die Untersuchung klären.

Frankreich hat die Schutzpflichten von Arbeitgebern bei intensiver Hitze zuletzt konkretisiert. Je nach Wetterlage und Tätigkeit müssen Arbeitsorganisation, Pausen, Trinkwasserversorgung und Schutzmaßnahmen angepasst werden. Bei besonders belastenden Arbeiten kann auch eine Verschiebung von Einsatzzeiten erforderlich sein. Entscheidend sind dabei nicht allein gemessene Temperaturen, sondern auch Dauer der Belastung, körperliche Arbeit und die Bedingungen am jeweiligen Arbeitsplatz.

Der Fall lenkt den Blick auf eine Arbeit, die nach großen Sportereignissen meist unsichtbar bleibt. Wenn Zuschauer abgereist sind und die Rennwagen längst verstummt sind, bauen Beschäftigte Tribünen, Zäune, Technik und Versorgungseinrichtungen zurück. Diese Aufgaben sind körperlich fordernd und stehen unter engem Zeitdruck, weil das Gelände rasch wieder in seinen Normalbetrieb übergehen soll.

Für die Angehörigen des Verstorbenen steht nun zunächst der Verlust eines Menschen im Mittelpunkt. Die Untersuchung muss ohne vorschnelle Schlüsse klären, was am 23. Juni auf dem Circuit geschah und ob alle notwendigen Schutzvorkehrungen eingehalten wurden. Bis dahin wäre es verfrüht, Verantwortlichkeiten oder einen gesicherten Zusammenhang zwischen der Hitze und dem Todesfall zu behaupten.

Quellen

  • Franceinfo
  • Ouest-France
  • Code du travail numerique
  • Ministere de l'Economie