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NEWSDESK · 19.07.2026

Mutter und Sohn nach Schiffsunglück vor Sulawesi auf Insel gerettet

Balaloho – 19.07.2026: Fischer haben in den Selayar-Inseln vor der indonesischen Insel Sulawesi zwei weitere Überlebende des Untergangs der KM Nurul Salsa entdeckt. Bei ihnen handelt es sich nach Angaben der Einsatzleitung um eine 46 Jahre alte Frau und ihren 24-jährigen Sohn. Beide wurden auf der Insel Balaloho gefunden, nachdem sie mehrere Tage von ihren Angehörigen und den Rettungsteams vermisst worden waren.

Der Fund am Sonntag gibt der laufenden Suchaktion neue Hoffnung. Die Frau und ihr Sohn waren auf Balaloho gestrandet, einer kleinen bewohnten Insel des Selayar-Archipels in der Provinz Südsulawesi. Entgegen ersten Beschreibungen handelt es sich damit nicht um eine unbewohnte Insel. Über ihren Gesundheitszustand und die genaue Dauer ihres Aufenthalts auf der Insel wurden zunächst keine weiteren Einzelheiten bekannt.

Die KM Nurul Salsa war am Mittwoch, dem 15.07.2026, westlich der Insel Polassi in Seenot geraten und anschließend gesunken. Das Schiff war auf der Route von der Insel Jampea zum Hafen Benteng auf Selayar unterwegs. Nach den bisherigen Ermittlungsangaben fiel der Motor aus. Das Unglück ereignete sich rund 43 Seemeilen beziehungsweise etwa 79 Kilometer vor dem Zielhafen.

An Bord befanden sich nach jüngsten Angaben 78 Passagiere und Besatzungsmitglieder. Bereits am Samstag, dem 18.07.2026, hatten Rettungskräfte fünf Menschen lebend aus dem Seegebiet geborgen, darunter ein siebenjähriges Mädchen. Die Überlebenden hielten sich an einer Fischfanganlage fest, nachdem sie den Untergang mit improvisierten Schwimmhilfen überstanden hatten. Mindestens ein Todesopfer ist bestätigt.

Nach dem Fund der beiden weiteren Überlebenden suchten die Behörden weiterhin nach 18 Vermissten. Mehr als 200 Einsatzkräfte beteiligen sich an der Operation. Neben der indonesischen Seenotrettungsbehörde Basarnas sind Marine, Polizei, örtliche Fischer und Bewohner der Inseln eingesetzt. Die Teams durchsuchen das Seegebiet sowohl mit Schiffen als auch aus der Luft.

Die Arbeiten werden durch schwierige Wetterbedingungen erschwert. Nach Angaben der Einsatzleitung traten im Suchgebiet Wellen von zwei bis drei Metern Höhe sowie starke Winde auf. Die Behörden konzentrieren sich auf die Gewässer vor den Selayar-Inseln und mögliche Driftgebiete. Die Zahl der Geretteten, Toten und Vermissten kann sich mit dem Fortgang der Suche noch ändern.

Die Selayar-Inseln liegen südlich von Sulawesi und sind für viele Bewohner auf den Fähr- und Schiffsverkehr angewiesen. Die Strecke der KM Nurul Salsa verbindet kleinere Inseln mit dem Verwaltungszentrum Benteng. Die Behörden haben zur Ursache des Motorausfalls und zu möglichen Sicherheitsmängeln an Bord bislang keine abschließenden Angaben veröffentlicht.

Quellen

  • Associated Press
  • Basarnas
  • Regierung der Provinz Südsulawesi