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NEWSDESK · 12.07.2026

Nach Großbrand in Andalusien beginnt die Bestandsaufnahme

Los Gallardos – 12.07.2026: Nach dem schweren Waldbrand im Osten Andalusiens hat in den betroffenen Gemeinden der Provinz Almeria die Bestandsaufnahme der Schäden begonnen. Das Feuer war am Donnerstag, 09.07.2026, nahe Los Gallardos ausgebrochen und hatte sich bei extremer Trockenheit und starken Winden rasch ausgebreitet. Große Flächen mit Buschland, landwirtschaftlichen Nutzflächen und verstreut liegenden Häusern wurden erfasst.

Nach Angaben der andalusischen Einsatzleitung sind bislang zwölf Todesopfer bestätigt. Die Opfer wurden demnach im Gemeindegebiet von Bedar gefunden. Die Zahl der weiterhin vermissten Personen wurde in den vergangenen Tagen unterschiedlich angegeben; spanische Medien berichteten zuletzt von mehr als zwanzig Menschen, nach denen weiter gesucht wird. Eine mögliche französische Betroffene war am Sonntag nicht unabhängig amtlich bestätigt.

Die Feuerwehr nutzt die inzwischen schwächeren Winde für einen direkten Angriff auf verbliebene Brandherde. Rund 500 Einsatzkräfte waren nach Berichten vom Samstag weiter am Boden im Einsatz und wurden erneut aus der Luft unterstützt. Die rechte Flanke des Brandgebietes galt zuvor als besonders kritisch, weil sich die Flammen in Richtung landwirtschaftlich genutzter Flächen ausbreiten konnten.

Das zerstörte Gebiet umfasst nach dem aktuellen Stand etwa 6.600 Hektar. Die Angaben zur betroffenen Fläche waren während der ersten Einsatztage niedriger ausgefallen, weil die Lage zunächst schwer zu überblicken war. Nun stehen neben der Brandbekämpfung die Durchsuchung abgelegener Grundstücke, die Identifizierung der Toten und die Prüfung beschädigter Gebäude im Mittelpunkt.

Für viele Bewohnerinnen und Bewohner beginnt damit eine besonders belastende Phase. In den betroffenen Orten zeigen sich verbrannte Vegetation, Ascheablagerungen und beschädigte Zufahrten. Behörden müssen klären, welche Häuser wieder betreten werden können und wo eine Gefährdung durch instabile Bäume, Glutnester oder beschädigte Leitungen besteht. Evakuierte sollen erst nach entsprechender Freigabe zurückkehren.

Zur Ursache des Feuers laufen Ermittlungen. Medien berichteten unter Berufung auf erste Erkenntnisse über ein möglicherweise zurückgelassenes Stromkabel als Auslöser. Eine abschließende offizielle Feststellung liegt jedoch nicht vor. Die Guardia Civil untersucht zudem die Umstände der Todesfälle und setzt die Suche nach Vermissten fort.

Die Regionalregierung Andalusiens hat wegen der Opfer drei Tage Staatstrauer angeordnet. Der Brand bei Los Gallardos zählt bereits jetzt zu den folgenschwersten Waldbränden Spaniens in diesem Jahr. Für die betroffenen Gemeinden wird entscheidend sein, wie schnell die Suche abgeschlossen, die Infrastruktur gesichert und konkrete Hilfen für Familien, Landwirtschaft und Eigentümer beschädigter Gebäude organisiert werden können.

Quellen

  • Franceinfo
  • EFE
  • Le Monde
  • Euronews