Crans-Montana – 28.05.2026: Nach dem tragischen Brand im Bar Le Constellation in Crans-Montana, bei dem in der Nacht vom 31. Dezember 2025 auf den 1. Januar 2026 41 Menschen starben und 115 weitere verletzt wurden, haben sich die Überlebenden und Angehörigen zur Vereinigung "Revi Crans-Montana" zusammengeschlossen. Diese Organisation zielt darauf ab, den Opfern langfristig Unterstützung zu bieten und ihre Interessen gebündelt zu vertreten.
"Revi Crans-Montana" wurde von französischen Opfern gegründet, steht jedoch allen Betroffenen offen, unabhängig von ihrer Nationalität. Der stellvertretende Vorsitzende der Vereinigung betonte, dass die Türen für weitere Mitglieder aus verschiedenen Ländern offen sind.
Die Gründung dieser Vereinigung erfolgt vor dem Hintergrund der bereits bestehenden Unterstützung durch andere Organisationen. So wurde beispielsweise die gemeinnützige Vereinigung "Swisshearts" am 6. Januar 2026 ins Leben gerufen, um den Familien der in der Schweiz ansässigen Opfer finanzielle Hilfe zu leisten. "Swisshearts" konzentriert sich auf direkte finanzielle Unterstützung für Familien, deren Kinder bei dem Vorfall ums Leben kamen oder hospitalisiert wurden.
Zudem hat die französische Opferhilfeorganisation "France Victimes" ihre Unterstützung angeboten. Sie wurde vom Pariser Staatsanwaltspolizei-Pool für kollektive Unfälle beauftragt, den Opfern und ihren Familien beizustehen. Bis Ende Januar 2026 wurden 74 Anrufe über die Notrufnummer 116 006 registriert, und 22 Opferhilfevereinigungen wurden landesweit mobilisiert, um den Betroffenen vor Ort zu helfen.
Trotz dieser bestehenden Hilfsangebote betonen die Gründer von "Revi Crans-Montana" die Notwendigkeit einer eigenständigen, kollektiven Organisation, die den spezifischen Bedürfnissen der Opfer gerecht wird. Sie planen, langfristige Unterstützung zu bieten, die über die initiale Hilfe hinausgeht und den Betroffenen hilft, mit den physischen und psychischen Folgen des Vorfalls umzugehen.
Die Vereinigung hat bereits begonnen, Spenden zu sammeln und plant, in den kommenden Monaten verschiedene Veranstaltungen und Aktionen durchzuführen, um das Bewusstsein für die Bedürfnisse der Opfer zu schärfen und weitere Unterstützung zu mobilisieren. Zudem strebt "Revi Crans-Montana" an, eng mit den zuständigen Behörden und anderen Hilfsorganisationen zusammenzuarbeiten, um eine koordinierte und effektive Hilfe sicherzustellen.
Die Gründung von "Revi Crans-Montana" unterstreicht den Wunsch der Opfer, ihre Erfahrungen zu teilen, sich gegenseitig zu unterstützen und gemeinsam für ihre Rechte und Bedürfnisse einzutreten. In einer Zeit, in der die Gemeinschaft eine entscheidende Rolle bei der Heilung und dem Wiederaufbau spielt, bietet diese Vereinigung einen Raum für Solidarität und kollektives Handeln.
Die Entwicklung und Aktivitäten von "Revi Crans-Montana" werden in den kommenden Monaten genau beobachtet werden, um sicherzustellen, dass die Bedürfnisse der Opfer weiterhin im Mittelpunkt stehen und angemessen adressiert werden.