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Nachrichten.fr · 10.06.2026

Papst Leo XIV. besucht Frankreich: Paris, Lourdes und Metz im Fokus

Die Vorbereitungen für den Frankreich-Besuch von Papst Leo XIV. nehmen immer konkretere Formen an. Vom 25. bis 28. September 2026 wird das Oberhaupt der katholischen Kirche mehrere bedeutende Stationen im Land besuchen und dabei Tausende Gläubige sowie zahlreiche politische und gesellschaftliche Vertreter treffen. Für die katholische Kirche in Frankreich zählt die Reise bereits jetzt zu den wichtigsten religiösen Ereignissen der vergangenen Jahre.

Den Auftakt bildet Paris. Dort wird Leo XIV. am 25. und 26. September erwartet. Im Mittelpunkt stehen mehrere feierliche Veranstaltungen, darunter die Vesper in der frisch restaurierten Kathedrale Notre-Dame. Die Rückkehr eines Papstes an diesen symbolträchtigen Ort besitzt eine besondere Strahlkraft. Nach dem verheerenden Brand von 2019 gilt Notre-Dame heute als Zeichen für Erneuerung und Hoffnung.

Neben den liturgischen Feierlichkeiten steht auch die Begegnung mit jungen Menschen auf dem Programm. Die Kirche setzt seit Jahren verstärkt auf den Dialog mit der jüngeren Generation. Eine große Freiluftmesse in der französischen Hauptstadt dürfte den Höhepunkt der Pariser Etappe markieren und zahlreiche Pilger aus dem In- und Ausland anziehen.

Am 27. September führt die Reise nach Lourdes. Der Wallfahrtsort in den Pyrenäen gehört zu den bekanntesten katholischen Pilgerstätten weltweit. Jahr für Jahr reisen Millionen Menschen dorthin, viele in der Hoffnung auf Trost, Heilung oder spirituelle Orientierung. Die Anwesenheit des Papstes verleiht dem Ort zusätzliche Bedeutung. Die Feier der Eucharistie im Heiligtum von Lourdes dürfte für viele Gläubige ein bewegender Moment werden.

Zum Abschluss seiner Frankreich-Reise besucht Leo XIV. am 28. September die Stadt Metz. Diese Station galt lange als Überraschung, da frühere Planungen lediglich Paris und Lourdes vorsahen. In der beeindruckenden Kathedrale Saint-Étienne wird der Papst eine feierliche Messe zelebrieren. Die Aufnahme von Metz in das Programm unterstreicht den Wunsch, verschiedene Regionen Frankreichs einzubeziehen und die Nähe zu den Gläubigen vor Ort zu zeigen.

Der Besuch besitzt auch eine persönliche Dimension. Leo XIV., der mit bürgerlichem Namen Robert Prevost heißt, verfügt über familiäre Wurzeln in Frankreich. Dadurch erhält die Reise eine zusätzliche symbolische Ebene, die weit über den rein kirchlichen Rahmen hinausgeht.

Auch politische Termine stehen auf der Agenda. Geplant sind unter anderem ein Besuch bei der UNESCO in Paris sowie ein Treffen mit Staatspräsident Emmanuel Macron. Damit verbindet die Reise religiöse, kulturelle und diplomatische Aspekte.

Vier Tage, drei Städte und zahlreiche Begegnungen: Frankreich bereitet sich auf einen Papstbesuch vor, der nicht nur für Katholiken von großer Bedeutung ist. Die Erwartungen sind hoch – und vielerorts steigt bereits jetzt die Vorfreude auf dieses außergewöhnliche Ereignis.

Autor: C.H.