Paris – 18.06.2026: Als Reaktion auf die anhaltende Hitzewelle hat die Stadt Paris das Schwimmen in einem ausgewählten Abschnitt des Canal Saint-Martin offiziell erlaubt. Diese außergewöhnliche Maßnahme wurde ergriffen, um den Bewohnerinnen und Bewohnern der französischen Hauptstadt eine sichere Möglichkeit zur Abkühlung zu bieten. Die Ankündigung erfolgte am 17. Juni 2026 durch den Pariser Bürgermeister Emmanuel Grégoire.
Die freigegebene Badezone liegt im Bereich des Bassin des Récollets am Quai de Jemmapes im 10. Arrondissement. Die Nutzung dieser Stelle zum Schwimmen ist täglich zwischen 16 und 20 Uhr möglich, solange die Hitzewelle anhält und die Wasserqualität den Vorgaben entspricht. Die Stadt stellt sicher, dass Rettungsschwimmer während der Badezeiten anwesend sind, um die Sicherheit der Badegäste zu gewährleisten. Zusätzlich finden tägliche Wasseranalysen statt, um mögliche gesundheitliche Risiken auszuschließen.
Das Schwimmen im Kanal ist allerdings nur im festgelegten Abschnitt erlaubt. Aufgrund der geringen Wassertiefe bleiben das Springen von Brücken und Stegen sowie andere gefährliche Aktivitäten verboten. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass Badegäste sich oder andere in Gefahr bringen.
Neben der Öffnung des Canal Saint-Martin hat die Stadt Paris weitere Maßnahmen zur Hitzewellenbewältigung umgesetzt. Sie erweiterte die Öffnungszeiten von öffentlichen Parks und Gärten, um mehr Aufenthaltsmöglichkeiten in kühleren Bereichen zu schaffen. Zudem wurde der Eintritt im Schwimmbad des Centre Nautique während der Dauer der Hitzewelle kostenlos angeboten. Diese Initiativen ergänzen das Angebot, den Bürgerinnen und Bürgern bessere Bedingungen zur Abkühlung zu verschaffen.
Die Wetterbehörde Météo-France hatte für die Region Paris eine Hitzewarnung der Stufe Orange ausgegeben, gültig bis Freitag, den 19. Juni 2026, 0:00 Uhr. Die Temperaturen steigen tagsüber häufig auf extrem hohe Werte. Behörden raten daher, die Zeit im Freien in den heißesten Stunden, vor allem zwischen 11 und 21 Uhr, einzuschränken und auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten.
Die Pariser Bevölkerung begrüßt die Entscheidung, das Schwimmen im Canal Saint-Martin zu erlauben, überwiegend. Viele sehen darin eine sinnvolle, pragmatische Möglichkeit, die drückenden Temperaturen zu lindern, ohne die Stadt verlassen zu müssen. Die Stadtverwaltung prüft, ob weitere städtische Wasserflächen in anderen Arrondissements temporär für das Baden freigegeben werden können, um den Schutz der Einwohner während der Hitzewelle weiter zu verbessern.
Mit der Öffnung des Canal Saint-Martin für Badegäste setzt Paris ein Zeichen in der städtischen Bewältigung von Extremwetterereignissen. Die Maßnahme wird als wichtiger Beitrag zur Anpassung an steigende Temperaturen und zur Erhöhung der Lebensqualität in der Stadt angesehen und könnte Vorbildcharakter für weitere Metropolen in Europa erhalten.
Quellen
- Le Bonbon
- Mairie du 10ᵉ
- Ville de Gennevilliers
- Météo-France