Paris – 05.07.2026: In Paris ist das Schwimmen in der Seine wieder offiziell erlaubt. Seit dem 4. Juli sind die drei städtischen Badezonen Quai de Bercy, Bras Marie und Bras de Grenelle freigegeben; die Saison läuft bis zum 30. August 2026. Die Freigabe knüpft an die Infrastruktur an, die im Zuge der Olympischen Spiele 2024 entwickelt und seither in den Sommern erprobt wurde. Parallel bleibt der Bassin de la Villette täglich geöffnet.
Die Standorte sind mit gesicherten Zugängen, Stegen, Umkleiden und Duschen ausgestattet. Kapazitäten und Öffnungszeiten werden vor Ort ausgewiesen und von Sicherheitsteams koordiniert, die mit Rettungsschwimmern und Ersthelfern besetzt sind. Die Fédération française de natation unterstützt die Organisation, die Stadt Paris verantwortet Betrieb und Aufsicht. Für Besucher gilt: nur innerhalb der markierten Bereiche schwimmen, Anweisungen des Personals befolgen und die ausgewiesenen Kapazitätsgrenzen respektieren.
Die Wasserqualität wird täglich gemessen und veröffentlicht. Bei ungünstigen hydrometeorologischen Bedingungen – etwa nach Starkregen, der die Keimbelastung erhöhen kann – behält sich die Stadt kurzfristige Schließungen einzelner Zonen vor. In das Monitoring sind die Präfektur der Région Île-de-France und die Agence Régionale de Santé (ARS) eingebunden; zusätzliche Sensorik oberhalb der Badezonen erfasst Strömung, Temperatur und relevante mikrobiologische Parameter. Die Behörden weisen darauf hin, dass das Baden außerhalb der freigegebenen Abschnitte weiterhin verboten und gefährlich ist.
Die Öffnung soll auch sportliche Impulse setzen: Geplante Schwimmtrainings, angeleitete Einsteigerkurse und niedrigschwellige Bewegungsangebote erweitern das urbane Sportprogramm im Sommer. Nach Angaben der Stadt wurden die Zonen bereits 2025 stark genutzt; für 2026 rechnen die Betreiber mit nochmals höherer Nachfrage, weshalb Zugänge und Wartezonen angepasst wurden, um Gedränge zu vermeiden. Hafenbetreiber HAROPA-Port und die Schifffahrtsbehörden haben die Navigationsregeln für die Dauer der Saison präzisiert; temporäre Geschwindigkeitsbegrenzungen für die Berufsschifffahrt sollen die Sicherheit an den Einstiegen erhöhen.
Für einen reibungslosen Besuch empfehlen die Behörden, vorab die tagesaktuellen Hinweise der Ville de Paris zu prüfen. Dort sind Öffnungszeiten, eventuelle Sperrungen sowie Hygieneempfehlungen abrufbar. Wer die Seine nutzt, sollte rutschfeste Schuhe einplanen, auf markierte Strömungszonen achten und Kinder nur in direkter Begleitung ins Wasser lassen. Die Stadt verweist zudem auf Sammelstellen für Wertgegenstände und kostenlose Trinkwasserspender an den Eingängen.
Als relevante Ansprechpartner nennt die Stadtverwaltung neben ARS und Präfektur die Fédération française de natation, Voies Navigables de France und HAROPA-Port. Sie koordinieren Sicherheitsauflagen, Gewässerdaten und die Abstimmung mit der Schifffahrt. Damit verbindet Paris das Ziel, den Fluss dauerhaft als öffentlichen Sport- und Erholungsraum zu etablieren – unter klaren Regeln für Sicherheit und Wasserqualität.
Quellen
- Ville de Paris – Informationsseiten zur Baignade (communiqué et dossier)
- Presse- und Communiqué der Ville de Paris
- Voies Navigables de France (VNF) – Hinweise zur Navigation
- HAROPA Port – Ankündigung Badeorte Île-de-France
- Préfecture de la région Île-de-France – Plan Baignade / COPIL