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NEWSDESK · 17.06.2026

Prozess um tödlichen Aufzugunfall in Argenteuil: Mutter von Ismaïl fordert Gerechtigkeit

Argenteuil – 17.06.2026: Acht Jahre nach dem tragischen Tod ihres vierjährigen Sohnes Ismaïl bei einem Aufzugunfall im Einkaufszentrum Côté Seine in Argenteuil beginnt am 17. Juni 2026 der Prozess gegen zwei Unternehmen und einen Techniker. Ismaïl war am 8. Juni 2018 in einem Aufzug des Einkaufszentrums ums Leben gekommen, als die Kabine plötzlich abstürzte, während er gerade ausstieg. Seine Mutter, Chahra-Zad Bennabti, war Zeugin dieses erschütternden Vorfalls.

In den Jahren nach dem Unfall wurden mehrere Expertisen durchgeführt, die auf gravierende Mängel in der Wartung und Reparatur des Aufzugs hinwiesen. Eine Untersuchung ergab, dass ein Hydraulikschlauch bei einer Reparatur im Jahr 2015 fehlerhaft angeschlossen wurde, was zu einem plötzlichen Absturz der Kabine führte. Zudem wurde festgestellt, dass ein geeignetes Antidrift-System fehlte, das den freien Fall der Kabine hätte verhindern können.

Die Unternehmen TK Elevator (ehemals ThyssenKrupp) und Bagneux Hydraulique sowie ein Techniker von Bagneux Hydraulique sind nun wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Der Prozess vor dem Strafgericht von Pontoise wird am 17. und 18. Juni 2026 stattfinden. Chahra-Zad Bennabti hofft auf eine "starke Verurteilung" und betont, dass es sich um den Tod eines Kindes handelt, der durch Nachlässigkeit verursacht wurde.

Die Familie von Ismaïl hatte bereits 2018 eine Klage wegen fahrlässiger Tötung und Gefährdung des Lebens anderer Personen gegen den Aufzughersteller, die Wartungsfirma und den Direktor des Einkaufszentrums eingereicht. Trotz der langen Wartezeit auf den Prozess bleibt die Familie entschlossen, für Gerechtigkeit zu kämpfen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Dieser Fall hat nicht nur die Familie Bennabti erschüttert, sondern auch Fragen zur Sicherheit von Aufzügen in öffentlichen Gebäuden aufgeworfen. Die Ergebnisse der Expertisen und der bevorstehende Prozess könnten weitreichende Auswirkungen auf die Sicherheitsstandards und die Haftung von Unternehmen im Bereich der Aufzugswartung haben.

Die Mutter von Ismaïl, Chahra-Zad Bennabti, hat zudem die "ADVA" (Association de défense des victimes d'ascenseurs) gegründet, um andere Familien in ähnlichen Situationen zu unterstützen und auf die Sicherheitsprobleme im Aufzugsbereich aufmerksam zu machen.

Der Ausgang dieses Prozesses wird nicht nur für die Familie Bennabti von Bedeutung sein, sondern könnte auch als Präzedenzfall für zukünftige Fälle von Aufzugsunfällen dienen und die Diskussion über die Verantwortung von Unternehmen im Bereich der öffentlichen Sicherheit neu entfachen.

Die Öffentlichkeit und die betroffenen Familien hoffen auf ein gerechtes Urteil, das den Opfern von Aufzugsunfällen gerecht wird und zur Verbesserung der Sicherheitsstandards beiträgt.