Pau – 13.06.2026: Im ausverkauften Stade du Hameau in Pau trafen am Samstagabend die Section Paloise und Racing 92 im entscheidenden Barragespiel der Top 14 aufeinander. Die Gastgeber aus Pau hatten die reguläre Saison auf dem vierten Platz beendet, die Pariser belegten Rang fünf. Beide Teams spielten um den Einzug ins Halbfinale, wo der Spitzenreiter Stade Toulousain wartet.
Die Partie begann mit hohem Tempo. Bereits in der fünften Minute eröffnete der Pariser Spielmacher Alexandre Gibert den Punktestand mit einem erfolgreichen Straftritt aus 30 Metern. Kurz darauf glich Joe Simmonds für Pau durch einen Straftritt aus ähnlicher Distanz zum 3:3 aus.
In der 20. Minute setzte Racing 92 einen ersten wichtigen Akzent: Ein schneller Angriff führte zum Versuch durch den Flügelspieler Viliami Habosi, der einen präzisen Pass von Gibert verwertete. Der Kapitän verwandelte auch den Erhöhungskick, sodass die Pariser mit 10:3 in Führung gingen.
Pau versuchte, zurück ins Spiel zu kommen, doch die Verteidigung des Racing blieb stabil. Um die 35. Minute erhöhte der robuste Nummer acht Tjiuee Uanivi nach einem Gedrängeversuch auf 17:3, wiederum verwandelte Gibert den Zusatzkick sicher. So ging es mit deutlichem Vorsprung für Racing 92 in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel intensivierte Pau den Druck. In der 50. Minute gelang dem Center Emiliano Gailleton ein Versuch, nachdem Joe Simmonds mit einem schnellen Pass die Verteidigung durchbrach. Simmonds verwandelte zum 17:10, was neue Hoffnung für die Gastgeber weckte.
Racing 92 ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Mit einem Konterangriff in der 65. Minute bereitete Jérémy Spring den Weg für einen weiteren Versuch durch Kapitän Ugo Seunes. Gibert erhöhte auf 24:10. Pau antwortete mit einem weiteren Versuch von Gailleton in der 75. Minute, der auf 24:17 verkürzte. Doch den Schlusspunkt setzte Gibert mit einem Straftritt in der 80. Minute, der den Endstand von 27:17 bedeutete.
Mit diesem Sieg sichert sich Racing 92 den Platz im Halbfinale der Top 14 und trifft am 19. Juni auf den haushohen Favoriten Stade Toulousain. Die Pariser haben sich sowohl durch ihre beständige Leistung in der Meisterschaft als auch durch den überzeugenden Sieg im Barragespiel als ernsthafte Titelanwärter etabliert.
Die Section Paloise kann trotz der Niederlage mit ihrer Saison zufrieden sein. Nach 26 Jahren Playoff-Abstinenz haben die Béarnais bewiesen, dass sie auf höchstem Niveau mithalten können und sind ein ernstzunehmender Gegner im französischen Spitzenrugby.