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NEWSDESK · 03.07.2026

Rund 3.000 Menschen nach Großbrand in den Pyrénées-Orientales evakuiert

Canet-en-Roussillon – 03.07.2026: In den Pyrénées-Orientales haben am Donnerstag und in der Nacht zu Freitag heftige Brände zu groß angelegten Evakuierungen geführt. Nach Angaben der Präfektur mussten in Sainte-Marie-la-Mer und Canet-en-Roussillon rund 3.000 Menschen ihre Unterkünfte verlassen, darunter zahlreiche Urlauber auf Campingplätzen an der Küste. Die Lage blieb bis zum späten Abend angespannt, weil starke Böen und ausgetrocknete Vegetation die Ausbreitung der Flammen begünstigten.

Mehrere Campinganlagen wurden direkt getroffen. Nach übereinstimmenden Berichten der Einsatzleitung waren unter anderem Camping Le Sainte-Marie, Le Brasilia und Le Marina betroffen; Teile eines nautischen Zentrums und Bereiche des örtlichen Yachthafens gerieten ebenfalls in Brand. Evakuierte wurden in kommunalen Hallen, provisorischen Aufnahmestellen und bei Beherbergungsbetrieben im Hinterland untergebracht. Straßenabschnitte in Küstennähe wurden zeitweise gesperrt, um Rettungskräften freie Zufahrt zu ermöglichen.

Hunderte Feuerwehrleute des Service départemental d'incendie et de secours (SDIS) standen im Dauereinsatz. Unterstützt wurden die Bodentruppen von Löschhubschraubern und Flugzeugen für Wasserabwürfe. Die Gendarmerie sicherte Evakuierungsrouten, während maritime Einheiten der Küstenwache Personen in Ufernähe über das Wasser in Sicherheit brachten. Der Präfekt koordinierte die Maßnahmen von Rettungsdiensten, Polizei und zivilen Hilfsorganisationen, um Transport, Unterbringung und Grundversorgung der Betroffenen zu gewährleisten.

Nach offiziellen Angaben wurden keine Todesopfer gemeldet. Zwei Feuerwehrleute erlitten leichte Verletzungen, unter anderem infolge der Explosion einer Gasflasche in einem Campingbereich. Die Behörden warnten zusätzlich vor Risiken durch Rauchentwicklung und potenziell freigesetzte Schadstoffe aus beschädigten Behältern. Mess- und Sicherungsmaßnahmen wurden veranlasst, um mögliche Belastungen für Anwohner und Einsatzkräfte zu prüfen.

Die Ermittlungen zur Brandursache laufen. Parallel baten die Behörden die Bevölkerung, Absperrungen strikt zu beachten und Panoramafahrten in die betroffenen Zonen zu unterlassen, um Einsatzwege frei zu halten. Angesichts anhaltender Trockenheit und auffrischender Winde rechneten die Kräfte damit, dass Nachlöscharbeiten und Brandwachen noch andauern. Rückkehranweisungen an Evakuierte sollen schrittweise erfolgen, sobald Hotspots gesichert sind und keine unmittelbare Gefahr mehr besteht.

Die Region war in den vergangenen Wochen wiederholt von Hitze und ausbleibenden Niederschlägen betroffen, was die Vegetation stark austrocknete. Die Präfektur erinnerte an geltende Vorsichtsregeln: offenes Feuer und Rauchen in Risikozonen sind untersagt, Parken in hohem Gras ist zu vermeiden, und verdächtige Rauchentwicklungen sind umgehend unter der Notrufnummer 112 zu melden. Für Reisende und Betreiber entlang der Küste wurden Hinweise zu alternativen Routen und zur Unterbringung veröffentlicht; aktuelle Informationen stellt die Präfektur fortlaufend bereit.

Quellen

  • franceinfo
  • TF1 Info
  • Gendarmerie nationale
  • Euronews