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NEWSDESK · 12.07.2026

Russischer Raketenangriff verletzt elf Menschen in Kiew

Kiew – 11.07.2026: Bei einem russischen Angriff mit Raketen und Drohnen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind nach Angaben ukrainischer Behörden und von Präsident Wolodymyr Selenskyj elf Menschen verletzt worden. Unter den Verletzten ist demnach auch ein Kind. Die Angriffe ereigneten sich in der Nacht und am frühen Morgen. Rettungskräfte waren in mehreren Teilen der Stadt im Einsatz.

Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe setzte Russland bei dem Angriff insgesamt zwölf Raketen sowie mehr als 120 Drohnen und Täuschkörper ein. Zu den Raketen sollen sechs ballistische Iskander-M- oder S-400-Raketen, vier Marschflugkörper des Typs Ch-59 oder Ch-69 sowie zwei Anti-Radar-Raketen gehört haben. Die Angaben sind zunächst nicht unabhängig in allen Einzelheiten überprüfbar.

In Kiew wurden Schäden an Gebäuden und weiterer ziviler Infrastruktur gemeldet. Aufnahmen ukrainischer Stellen zeigten Einsatzkräfte zwischen Rauch, Trümmern und beschädigten Fassaden. Die Behörden prüften am Samstagmorgen noch das Ausmaß der Schäden in den betroffenen Bezirken. Angaben zu möglichen weiteren Opfern oder zur Schwere der Verletzungen lagen zunächst nicht vollständig vor.

Besonders auffällig war nach Berichten aus Kiew der zeitliche Ablauf der Explosionen: Mehrere Detonationen waren demnach bereits zu hören, bevor der Luftalarm in der Stadt ausgelöst wurde. Das erschwert der Bevölkerung den rechtzeitigen Schutz in Schutzräumen und stellt die Warnsysteme der Hauptstadt erneut vor große Herausforderungen.

Präsident Selenskyj erklärte, zivile Infrastruktur sei getroffen worden. Er verwies zugleich auf die große Zahl der eingesetzten Drohnen und Raketen. Russland hat seine Angriffe auf ukrainische Städte in den vergangenen Wochen verstärkt und dabei wiederholt weit entfernt von der Front gelegene Gebiete ins Visier genommen. Moskau äußerte sich zunächst nicht detailliert zu dem Angriff auf Kiew.

Die ukrainische Flugabwehr meldete Abwehrmaßnahmen gegen die nächtliche Angriffswelle. Wie viele Flugkörper und Drohnen abgefangen wurden, war in den ersten offiziellen Mitteilungen nicht abschließend aufgeschlüsselt. Die Behörden riefen die Einwohner dazu auf, Warnmeldungen weiterhin zu beachten und beschädigte Bereiche nicht zu betreten, damit Rettungsdienste und Ermittler ungehindert arbeiten können.

Der Angriff fällt in eine Phase anhaltender Luftangriffe gegen die Ukraine. Für Kiew bedeutet dies erneut eine Belastung der Notfallversorgung, der Energie- und Verkehrsinfrastruktur sowie des zivilen Alltags. Die Schadensbilanz kann sich noch ändern, während die Einsatzkräfte die betroffenen Stadtteile weiter untersuchen und die Versorgung der Verletzten fortsetzen.

Quellen

  • Franceinfo
  • The Kyiv Independent
  • AFP über Bangladesh Sangbad Sangstha