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NEWSDESK · 22.06.2026

Souheila Yacoub: “Ich war nicht arabisch genug, nicht genug dies… Also kein Casting”

Paris – 22.06.2026: Souheila Yacoub, die in der kommenden Horrorproduktion "Evil Dead Burn" die Hauptrolle der Alice spielt, blickt auf eine Karriere zurück, die von Herausforderungen und Vorurteilen geprägt ist. In einem Interview mit "Le Monde" berichtete die 32-jährige Schauspielerin von wiederholten Erfahrungen, bei denen sie aufgrund ihrer tunesischen Herkunft bei Castings benachteiligt wurde. "Man hat mich mehrmals gefragt, ob ich nicht ein bisschen arabischer sein könnte", erzählte sie.

Diese Erfahrungen spiegeln die anhaltenden Herausforderungen wider, denen Schauspielerinnen mit Migrationshintergrund im französischen Film ausgesetzt sind. Oft werden sie auf stereotype Rollen beschränkt oder gar nicht erst berücksichtigt, wenn sie nicht den vorherrschenden Vorstellungen entsprechen. Yacoub, geboren in der Nähe von Genf als Tochter einer belgischen Mutter und eines selten anwesenden tunesischen Vaters, hat sich trotz dieser Hindernisse einen Namen gemacht. Nach einer erfolgreichen Karriere in der Gymnastik und der Wahl zur Miss Schweiz Romandie widmete sie sich dem Theater und arbeitete mit renommierten Regisseuren wie Wajdi Mouawad und Gaspar Noé zusammen.

In "Evil Dead Burn", dem neuesten Teil der Kult-Horrorreihe, übernimmt Yacoub die Rolle der Alice, die nach dem Tod ihres Mannes in ein abgelegenes Haus ihrer Schwiegereltern reist. Dort verwandeln sich ihre Verwandten nach und nach in dämonische Kreaturen, was die Familienzusammenkunft in einen Albtraum verwandelt. Der Film, der am 8. Juli 2026 in Frankreich und Italien sowie am 10. Juli 2026 in den USA veröffentlicht wird, verspricht, der brutalste Teil der Reihe zu werden.

Trotz der Herausforderungen, denen sie in ihrer Karriere begegnet ist, bleibt Yacoub optimistisch und engagiert. Sie betont die Bedeutung von Vielfalt und Authentizität im Film und hofft, dass ihre Arbeit dazu beiträgt, die Wahrnehmung von Schauspielerinnen mit Migrationshintergrund zu verändern. "Es ist wichtig, dass wir unsere Geschichten erzählen und gesehen werden", sagt sie.

"Evil Dead Burn" wird von Sébastien Vaniček inszeniert, der nach seinem Erfolg mit "Vermines" erneut die Leitung einer Fortsetzung der Reihe übernommen hat. Die Produktion verspricht, die Fans mit intensiven Horroreffekten und einer fesselnden Handlung zu begeistern.

Für Yacoub stellt dieser Film einen weiteren Schritt in ihrer Karriere dar, der nicht nur ihre schauspielerischen Fähigkeiten unter Beweis stellt, sondern auch ein Zeichen für die Überwindung von Vorurteilen im französischen Kino setzt. Ihre Geschichte ist ein Beispiel für Durchhaltevermögen und den Glauben an die eigene Identität, trotz der Herausforderungen, die einem auf dem Weg begegnen.

Quellen

  • Le Monde
  • Evil Dead Burn
  • Sébastien Vaniček