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NEWSDESK · 15.07.2026

Spanien meldet zweitwärmsten Juni seit Beginn der Messreihe 1961

Madrid – 14.07.2026: Spanien hat im Juni 2026 den zweitwärmsten Juni seit Beginn der landesweiten Messreihe im Jahr 1961 erlebt. Die staatliche Wetterbehörde AEMET bezifferte die Durchschnittstemperatur auf dem spanischen Festland auf 23,3 Grad Celsius. Das entspricht einer Abweichung von 3,2 Grad gegenüber dem Referenzzeitraum 1991 bis 2020. Wärmer war bislang nur der Juni 2025.

Damit muss die zunächst verbreitete Einordnung präzisiert werden: Nicht der gesamte Beginn des Sommers 2026 war der wärmste der Messgeschichte. Allerdings wurden während der Hitzewelle im Juni einzelne Rekorde erreicht. Nach AEMET übertrafen die landesweiten durchschnittlichen Tageswerte am 22. und 23. Juni den bisherigen Höchstwert für einen Junitag, der am 30. Juni 2025 registriert worden war.

Besonders auffällig waren auch die hohen Nachttemperaturen. An 24 der 86 Hauptstationen des AEMET-Messnetzes wurde für einen Juni die jeweils höchste durchschnittliche Mindesttemperatur seit Beginn der örtlichen Reihen festgestellt. An 15 Hauptstationen erreichten zudem die höchsten Tageswerte des Monats neue Juni-Rekorde. Die Wärme betraf damit nicht nur einzelne Stunden am Nachmittag, sondern prägte weite Teile des Monats.

Neben der Hitze fiel der Juni auf dem spanischen Festland sehr trocken aus. AEMET registrierte im Durchschnitt 12,4 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Das entspricht 39 Prozent des für Juni üblichen Wertes im Vergleichszeitraum 1991 bis 2020. Die Kombination aus hohen Temperaturen und geringer Feuchtigkeit belastet Landwirtschaft, Wasservorräte und Vegetation zusätzlich.

Der staatliche Zivilschutz hatte bereits Anfang Juli vor einer Phase anhaltend hoher Temperaturen gewarnt. Nach Einschätzung der Behörden erhöhen Hitze, trockene Luft und mögliche Gewitter mit kräftigen Windböen zugleich die Gefahr von Wald- und Vegetationsbränden. Besonders gefährdet sind Regionen mit trockenen Böden und dichter, ausgedörrter Vegetation.

Die Monatsbilanz bestätigt eine außergewöhnlich warme erste Sommerphase, ohne den Rekord des Vorjahres zu übertreffen. Für die Bewertung ist der Unterschied wichtig: Die Rekordtage vom 22. und 23. Juni beziehen sich auf den landesweiten Tagesdurchschnitt, während der Monatsvergleich den gesamten Juni erfasst. Beide Kennzahlen zeigen jedoch, wie früh und intensiv sich extreme Hitze in Spanien 2026 aufgebaut hat.

AEMET stützt die Auswertung auf die nationale Klimareihe seit 1961 und den Vergleich mit dem klimatologischen Mittel von 1991 bis 2020. Die Behörde verweist damit auf eine belastbare Grundlage für die Einordnung des Monats. Für Bevölkerung und Kommunen bleibt entscheidend, offizielle Wetterwarnungen und Hinweise der Zivilschutzbehörden bei weiteren Hitzephasen zu beachten.

Quellen

  • AEMET: Klimabilanz Juni 2026
  • AEMET: Rekordwerte während der Hitzewelle im Juni 2026
  • Spanischer Zivilschutz: Hitzewelle und Waldbrandgefahr
  • Franceinfo-RSS: Ausgangshinweis