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Nachrichten.fr · January 26, 2026

Tötungsdelikt in Beausoleil: Achtzigjährige tot aufgefunden – Ehemann in Gewahrsam

Es ist ein stiller Sonntagmorgen, der in Beausoleil jäh aus der Ruhe gerissen wird. In der kleinen Gemeinde oberhalb von Monaco, östlich von Nizza gelegen, wird eine über 80 Jahre alte Frau tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Wenig später steht fest: Ihr Ehemann befindet sich in Polizeigewahrsam. Der Vorwurf wiegt schwer – Tötung des Ehepartners.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft von Nizza meldet sich der Mann, ebenfalls hochbetagt, zunächst selbst in einem Krankenhaus. Dort gibt er an, seine Frau getötet zu haben. Diese Aussage setzt eine Kette von Ereignissen in Gang, die rasch zum Wohnsitz des Paares in Beausoleil führt. Rettungskräfte und Polizeibeamte rücken am Sonntagvormittag aus.

In der Wohnung machen die Einsatzkräfte eine traurige Entdeckung. Die Frau liegt leblos am Boden, mit mehreren blutenden Verletzungen. Jede Hilfe kommt für sie zu spät. Der Tatort wird abgesperrt, die Ermittler beginnen ihre Arbeit, während sich in der Nachbarschaft Fassungslosigkeit breitmacht. Man kennt sich hier, man grüßt sich, und plötzlich öffnet sich da dieser Abgrund.

Der Ehemann wird verhaftet und in Gewahrsam genommen. Gegen ihn wird wegen „Tötung des Ehepartners“ ermittelt. Die Staatsanwaltschaft ordnet ein Ermittlungsverfahren an, die weiteren Untersuchungen übernimmt die Kriminalpolizei in Menton. Zu den genauen Umständen der Tat äußern sich die Behörden bislang nicht. Auch das Motiv bleibt vorerst im Dunkeln.

Der Fall reiht sich ein in eine bedrückende Serie von Gewaltverbrechen im familiären Umfeld, die in Frankreich seit Jahren für Diskussionen sorgen. Meist denkt man dabei an jüngere Paare, an eskalierende Trennungen, an Eifersucht. Doch dieses Verbrechen zeigt auf beklemmende Weise: Gewalt kennt kein Alter. Sie kann selbst dort auftauchen, wo man nur noch Gewohnheit, Müdigkeit und gemeinsames Altern vermutet.

Für die Justiz beginnt nun die sorgfältige Rekonstruktion der Ereignisse. Für die Nachbarschaft bleibt ein Gefühl der Leere. Und für viele Leserinnen und Leser die bittere Erkenntnis, dass selbst ein langes gemeinsames Leben kein Schutzschild gegen tragische Eskalationen ist. Man schüttelt den Kopf, seufzt leise – und denkt: Das hätte niemand erwartet.

Autor: Daniel Ivers